Wird der 11. Juli ein Chaostag für die belgische Polizei?

Am 11. Juli kommen in Belgien einige Events zusammen, die von der Bundespolizei alles verlangen werden. Zum einen ist dieser Tag der Flämische Feiertag, zum anderen findet dann in Brüssel der NATO-Gipfel mit US-Präsident Trump statt und in Dour in der wallonischen Provinz Hennegau läuft einer der größten Pop- und Rockfestivals des Landes. Und es besteht die Möglichkeit, dass die Roten Teufel an diesem Tag bei der WM in Russland ein Halbfinale bestreiten könnten.

Nach einer Meldung der flämischen Tageszeitung De Morgen ist die Polizei auf keiner ihrer Ebenen auf einen solchen Tag wirklich gut vorbereitet. Seit Ende 2017 ist eine Arbeitsgruppe innerhalb der belgischen Sicherheitsdienste und des Innenministeriums damit beschäftigt, diesen Tag und die Tage darum herum vorzubereiten.

Auf jeden Fall stehen an diesen Tagen 250 Bundespolizisten zusätzlich bereit und Urlaub wurde, wo möglich, auf Wunsch von Bundesinnenminister Jan Jambon (N-VA) nicht gewährt. Zudem besteht die Möglichkeit, dass Beamten der lokalen Polizeieinheiten an anderen Standorten eingesetzt werden. Der Druck ist enorm, so De Morgen. Alleine beim zweitägigen NATO-Gipfel, an dem 29 Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer, also auch US-Präsident Trump teilnimmt, sind 2.000 Polizisten nötig, auch, weil mit Sicherheit gegen ihn und gegen die NATO demonstriert werden wird.

Die eventuellen großen Fußballfeste im Land müssen ebenfalls beobachtet werden und nebenbei auch die Stadtfeste im Rahmen des Flämischen Nationalfeiertags. Und in Dour, im Hennegau, kann das gleichnamige Festival mit 50.000 Besuchern pro Tag auch nicht unbeachtet bleiben. Wenn es hart auf hart kommt, so ein Sprecher einer Polizeigewerkschaft, dann schieben die erbosten Gefängniswärter dann wieder Dienst nach Vorschrift oder sie treten einmal mehr in den Streik. Dann müssen Polizisten, wie schon oft geschehen, deren Aufgaben übernehmen.