Steinwürfe auf Züge: Zwei Minderjährige geständig

Zwei Jungs im Alter von 13 und 15 Jahren haben gestanden, dass sie vor einigen Tagen mehrmals Steine von einer Bahnbrücke zwischen Schaarbeek und Brüssel-Nord auf vorbeifahrende Züge geworfen haben. Zweimal musste der gesamte Zugverkehr zwischen diesen beiden Bahnhöfen unterbrochen werden, um Personen in den Zügen nicht zu gefährden.

Die Polizei griff drei Minderjährige auf, die im Verdacht standen, diese Woche an zwei Tagen Steine auf Züge geworfen zu haben. Bei einem der drei Jugendlichen erwies sich, dass er mit den Fällen nichts zu tun hatte. Die beiden anderen Jungs, 13 und 15 Jahre alt, gestanden aber, die Übeltäter gewesen zu sein. Keiner der Jungs hatte bisher etwas mit der Polizei zu tun gehabt. Deren Eltern zeigten sich nach einem Gespräch mit den Ermittlern allerdings schockier darüber, was ihre Söhne angestellt hatten.

Die Polizei ließ die beiden Minderjährigen nach den Verhören laufen, doch sie müssen sich vor der Staatsanwaltschaft für ihre Taten verantworten. Hier wird beschlossen, wie mit den Beiden weiter verfahren wird.

Eigentlich drohen harte Strafen

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft teilte noch am Donnerstag mit, dass diese Fälle als schwerwiegenden Eingriff in den Schienenverkehr gewertet werden. Darauf stehen im Erwachsenenstrafrecht Haftstrafen von 5 bis 10 Jahren. Die Eltern der beiden Jugendlichen werden wohl für den entstandenen Schaden aufkommen müssen.

Die Infrastrukturgesellschaft Infrabel der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB hat inzwischen Anzeige erstattet. Man halte dieses lebensgefährliche Verhalten für absolut unannehmbar hieß es bei Infrabel. Die beiden Unterbrechungen des Zugverkehrs sorgten für hunderte Verspätungen oder gestrichene Züge.

Auf dieser für den gesamten Bahnverkehr zu den wichtigsten Strecken gehörenden Verbindung war es insgesamt zu rund 12.000 Minuten Verspätung gekommen. Infrabel wird jetzt an der Bahnbrücken, von der aus die beiden Jungs ihre Steine geworfen haben, mit Überwachungskameras ausstatten.