Fast 7.000 Abiturienten zur Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium angemeldet

Am kommenden Dienstag absolvieren 5.700 Studieninteressierte die  Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium an einer flämischen Universität in der Brüsseler Messe „Brussels Expo“ (Foto). Am Mittwoch werden dann  1.227 junge Menschen ihre Chancen bei der Aufnahmeprüfung für das Zahnmedizinstudium wagen. Zum ersten Mal findet das gründlich reformierte Examen an zwei verschiedenen Tagen statt.

Die Prüfung funktioniert ab jetzt nicht mehr nach dem „Numerus Clausus"-Prinzip, demzufolge das Bestehen der Prüfung sowieso zum Studium der Medizin oder Zahnmedizin an einer flämischen Universität berechtigte, sondern nach dem neuen „Numerus Fixus"-Prinzip. Das bedeutet, dass nur die bestplatzierten Kandidaten zum Studium zugelassen werden. 1.102 Prüfungsabsolventen werden sich für das Medizinstudium immatrikulieren können und 135 für das Zahnmedizinstudium.

Da die Zahl der Kandidaten von Jahr zu Jahr zunahm, wurde es immer schwieriger, nicht zu viele Studenten zuzulassen. Dieses Problem wird nun mit dem "Numerus Fixus" gelöst. Der Schwierigkeitsgrad der Prüfung wird daher etwas geringer sein.

Letztes Jahr hatten sich 6.300 Kandidaten für die Aufnahmeprüfung eingeschrieben, dieses Jahr sind es mehr als 6.900

Neben der Form wurde auch der Inhalt der Aufnahmeprüfung angepasst. Der erste Teil besteht aus Mathematik und Naturwissenschaften. Der zweite Teil testet unter anderem, wie eine Person als Arzt oder Zahnarzt mit Konflikten umgehen würde und umfasst die Themenbereiche „Zuhören, Empathie, Analyse und Argumentation“. Die Kandidaten müssen beide Prüfungen bestehen, um bei der Endauswahl berücksichtigt zu werden.