Das war knapp: Belgien gewinnt mit 3:2 gegen Japan

Die Roten Teufel haben bei ihrem Achtelfinalspiel gegen Japan bei der Fußball-WM in Russland noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen können. Dabei drehten die Belgier in Rostow einen 0:2-Rückstand in einen Last Minute-Sieg um und qualifizierten sich für das Viertelfinale. Dann heißt der Gegner Brasilien…

In der ersten Halbzeit vergaben die Roten Teufel gleich mehrere Torchancen. Vor allem Romelu Lukaku verpasste einige gute Möglichkeiten. Während die Japaner hinten ziemlich sicher standen, konnten die Belgier aus ihrer Übermacht, die sich zeitweise in 60 % Ballbesitz äußerte, nicht viel Zählbares ziehen.

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Im zweiten Durchgang hingegen gerieten die Roten Teufel allerdings immer mehr ins Hintertreffen. Jan Vertongen konnte ein japanisches Zuspiel auf Genki Haraguchi nicht verhindern und dieser stürmte direkt auf Keeper Thibault Courtois zu, der den Treffer zur Führung in der 48. Spielminute nicht verhindern konnte. Direkt nach dem Wiederanpfiff hatte Eden Hazard den Ausgleich auf dem Fuß, traf jedoch das Aluminium. Und es sollte noch schlimmer kommen.

Wach werden!

Takashi Inui hatte nur vier Minuten später freie Bahn und konnte quasi ungehindert auf 0:2 erhöhen. Jetzt mussten die Belgier eigentlich wachwerden, doch zunächst spielten sie eher konfus und leisteten sich immer mehr Fehler und Fehlpässe. Und nach und nach wurden auch wieder Chancen vergeigt. Im Laufe des Spiels wachten die Belgier auf und beide Keeper hatten einiges zu tun, vor allem bei Standardsituationen, sprich bei Eckstößen.

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Belgien-Coach Roberto Martinez wechselte danach Dries Mertens und Yannick Carrasco gegen Marouane Fellanini und Nacer Chadli aus, was sich direkt auszahlte. Inzwischen hatte Jan Vertongen mit einem Kopfball aus dem schrägen Eck den Anschlusstreffer (69. Minute) erzielt und Fellaini sorgte mit einem seiner gefürchteten Kopfbälle für den Ausgleich.

Wach geworden!

Jetzt lief den Belgiern die Zeit davon und die Japaner ließen nicht locker. Sie verteidigten nicht einfach nur, um auf Zeit zu spielen, denn es sah nach Verlängerungen aus, sondern spielten munter mit. Doch auch sie vergaben Möglichkeiten. Dann wurden vier Minuten Nachspielzeit angegeben und die Belgier zogen noch knapp vor dem Abpfiff den Kopf aus der Schlinge. Chadli profitierte von einem von Lukaku durchgelassenen Pass von Meunier, den er quasi nur noch ins Tor schieben musste. Belgien war qualifiziert und die Japaner dann doch noch ausgeschieden.

Roberto Martinez hatte beim Auswechseln mal wieder ein glückliches Händchen, doch wenn es am kommenden Freitag gegen die Brasilianer geht, müssen andere Seiten aufgezogen werden. Unkonzentriertheit und Fehlpässe werden von Neymar und Co. sofort bestraft… Und versuchte Eigentore (Witsel) sowie Bälle, die durch die Beine glitschen (Courtois) sollten ebenfalls vermieden werden.

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