Die belgische Polizei konnte einen Anschlag in Frankreich vereiteln

Justiz und Polizei in Belgien haben einen Anschlag in Frankreich vereiteln können. Ein iranisches Ehepaar aus Wilrijk bei Antwerpen hatten es auf ein Treffen einer iranischen Oppositionspartei in der Nähe von Paris abgesehen, doch am Samstagnachmittag griff die belgische Polizei zu und verhaftete das Paar. Auch in Deutschland und in Frankreich wurden in diesem Zusammenhang Personen festgenommen.

Am Samstagnachmittag war ein Viertel im Ortsteil Stokkel in der Brüsseler Gemeinde Sint-Pieters-Woluwe durch eine Polizeiaktion aufgeschreckt worden, bei der ein verdächtiges Auto untersucht wurde. Der Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee, DOVO, hatte das Fahrzeug untersucht und dabei 500 Gramm des Sprengstoffes TATP und einen Zünder für Sprengstoff in einer kleinen Toilettentasche sichergestellt.

Schon am Samstag gab die Brüsseler Staatsanwaltschaft bekannt, dass es sich bei dem Vorgang um Ermittlungen in einem Terrordossier handelte. Gleichzeitig hatte die Polizei auch an anderen Orten und Adressen Durchsuchungen und Überprüfungen von Personen und Gebäuden durchgeführt und zwar in Wilrijk und Boom in der Provinz Antwerpen, in Ukkel bei Brüssel sowie in Mons und in Leuze-en-Hainaut in der Provinz Hennegau.

Meeting einer iranischen Oppositionspartei war Ziel der Planung

Am Montag gab die Staatsanwaltschaft dann mehr Details zu dem Vorgang frei. Demnach handelt es sich bei dem verhafteten Ehepaar um zwei etwa 30 Jahre alte Iraner mit belgischer Staatsangehörigkeit, die Ende Juni einen Anschlag auf ein Treffen iranischer Oppositioneller der Partei MEK Ende Juni in Villepinte bei Paris verüben wollten. Bei dem Treffen sollen rund 25.000 Auslandsiraner zusammenkommen.

In Zusammenhang mit dem vereitelten Anschlag ist in Frankreich eine Person festgenommen worden und in Deutschland wurde ein Diplomat der iranischen Botschaft aus Wien verhaftet.