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Fast die Hälfte aller Jobs in Brüssel mit Pendlern besetzt

Fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in der der Region Brüssel-Hauptstadt sind mit Pendlern besetzt, die aus hauptsächlich Flandern oder aus der Wallonie kommen, wie aus einer gemeinsamen Studie von drei Brüsseler Universitäten ersichtlich ist. Die meisten dieser Pendler kommen aus dem belgischen Bundesland Flandern.

Aus den am Montag vorgestellten Zahlen von „Brussels Studies“ zum Berufsverkehr ist ersichtlich, dass von den rund 708.900 Arbeitnehmern, die Ende 2016 in der Hauptstadtregion beschäftigt waren, 345.250 aus den beiden anderen Landesteilen kamen, bzw. dorthin pendelten. Von den Brüssel-Pendlern leben 31 % in Flandern und 17,6 % in Wallonien. Der Rest pendelt innerhalb der Region Brüssel-Hauptstadt zwischen Zuhause und Arbeitsplatz hin und her.

Die Brüsseler Region stellt 15,6 % der Gesamtzahl der Arbeitsplätze in Belgien und bietet einem Anteil von 10,5 % der arbeitenden Bevölkerung ein Einkommen. Zudem hat die Zahl der Arbeitsplätze in der Hauptstadt-Region zwischen Ende 2000 und Ende 2016 um 8,2 % zugenommen.

Die Pendler von auswärts legen naturgemäß im Berufsverkehr deutlich mehr Kilometer zurück. Pendler innerhalb der Brüsseler Region legen täglich eine Entfernung von etwa 3,6 km (jeweils in und zurück) zurück. Bei Pendlern aus den anderen Landesteilen liegt die Entfernung bei rund 35 km.

Fast die Hälfte aller Arbeitnehmer in der Region Brüssel-Hauptstadt nutzt den Privatwagen für das tägliche Pendeln. Die Nutzung des Fahrrades im Berufsverkehr nimmt zu, allerdings nur bei höheren Bildungsniveaus. Und je höher dieses Bildungsniveau ist, je weniger Berufstätige nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel beim Pendeln. Auch Fahrgemeinschaften werden eher von höheren Berufs- oder Ausbildungsniveaus genutzt oder gebildet.