Jonas Roosens

Belgische Unternehmerverbände stehen hinter einer C0²-Steuer

Der Verband der belgischen Unternehmen (VBO) und der Mittelstandsverband Unizo stellen sich hinter die Pläne, auf fossile Kraft- und Brennstoffe eine CO²-Steuer zu erheben. In einem Meinungsbeitrag für die flämische Tageszeitung De Standard fordert der Wirtschaftsboss Thomas Leysen (Foto) die Politik dazu auf, hier schneller vorzugehen.

Thomas Leysen, Vorstandsvorsitzender bei der Allfinanzgruppe KBC, bei den Medien-Unternehmen und -Holdings Mediahuis und Corelio sowie bei der Industriegruppe Umicore, plädierte in De Standard für entsprechende Mechanismen: „Es ist notwendig, möglich und dringend, einen Preismechanismus für CO² in unserem Land zu entwickeln.“

Leysen ruft die Politik in unserem Land dazu auf, schnell für Steuern oder Abgaben auf Kohlenstoff und CO² zu sorgen: „Sie haben noch ein Jahr, dann finden die folgenden Wahlen statt. Die vorbereitende Arbeit ist bereits geleistet. Jetzt ist etwas politischer Mut gefragt.“

Thomas Leysen reagiert mit seiner Forderung auf Vorschläge der belgischen Bundesregierung, bzw. der Klimabehörde, eine CO²-Steuer von einigen Dutzend Eurocent auf Diesel, Heizöl, Benzin und Gas zu erheben. Er ist der Ansicht, dass dies in der hiesigen Wirtschaft auf eine breite Basis stößt.

Die Unternehmerverbände VBO und Unizo unterstützen eine solche CO²-Abgabe, stellen allerdings Bedingungen: Die aus dieser Abgabe generierten Einnahmen sollten dazu genutzt werden, an anderer Stelle Steuern zu senken (siehe Taxshift) und/oder in die Energiewende zu investieren.