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Gent und Zeeland: Fusionshafen North Sea Port mit gutem Start

North Sea Port, der aus der Fusion des flämischen Seehafens von Gent und des niederländischen Hafens von Zeeland entstanden ist, hat einen guten Start hingelegt und in der ersten Jahreshälfte 2018 einen Warenumschlag von 35,8 Mio. Tonnen realisiert. Das ist eigentlich schon ein Rekord, denn diese Umschlagszahlen liegen fast 11 % über den Werten, die die beiden Häfen noch alleine im gleichen Vorjahreszeitraum vorlegten.

Dieses Wachstum entstand in Bereichen, in denen North Sea Port bzw. die beiden Gründerhäfen in Gent und Zeeland, ohnehin bereits spezialisiert sind: Massengüter, genauer trockener und flüssiger Bulkware und Stückgut. Trockene Massengüter (Sand, Schotter, Grind und ähnliches) sind für die Bauwirtschaft bestimmt, flüssige Bulkware zumeist für die petrochemische Industrie und Stückgut betrifft in erster Linie Gemüse, Obst und Früchte oder auch landwirtschaftliche Produkte (Rohstoffe, fertige Produkte).

Die Zahlen sind gut und der Fusionshafen kann von der derzeitigen Hochkonjunktur profitieren, doch große Schlüsse wollen die Hafenbehörden aus diesem Erfolg noch nicht ziehen, zumal die Fusion noch nicht so lange vollzogen ist. Doch vorsichtiger Optimismus kann hier nicht verhehlt werden.

„Wir kamen bisher im Ausland noch nicht einmal auf der Longlist vor.“

Daan Schalk, CEO von North Sea Port

North Sea Port-CEO Daan Schalk gibt an, dass die Tatsache, dass der Hafen derzeit zur Top 10 in Europa gehört, für das Interesse von Investoren sorgt: „Wir müssen im Ausland Dossiers verteidigen, wo wir bisher noch nicht einmal auf der Longlist vorkamen. Diese Maßstabsvergrößerung funktioniert also.“

Doch will man auch Vorsichtig bleiben und die makro-ökonomischen Fakten nicht außer Acht lassen, wie Schalk weiter anfügt: „Was können die Folgen des Brexit sein? Und auch die Politik von Trump mit seinen Einfuhrsteuern beobachten wir mit Argusaugen.“