Glücksspiele: für stets mehr Menschen verboten

Rund 350.000 Menschen in Belgien haben ein Verbot von der Kommission für Glücksspiele erteilt bekommen. Ihre Name steht auf einer schwarzen Liste, so die Zeitung De Tijd, die die Zahlen bei der Kommission für Glücksspiele angefragt hat.

Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Belgier, gegen die die Kommission für Glücksspiele ein Verbot verhängt hat, um 120.000 Personen gestiegen. Insgesamt dürfen 350.000 Menschen nicht an Glücksspielen teilnehmen und sind infolgedessen auf einer schwarzen Liste eingetragen. Nicht alle haben aber ein Suchtproblem. 

Rund 56.000 Menschen dürfen rein aus beruflichen Gründen nicht spielen, darunter 4.054 Richter, 1.592 Notare, 524 Gerichtsvollzieher und 50.304 Polizisten.

Die meisten Personen befinden sich auf der schwarzen Liste, weil der Richter ein Glücksspielverbot gegen sie verhängt hat. Aber ein Teil von ihnen muss auch Schulden tilgen und darf deshalb nicht an Wetten und anderen Glücksspielen teilnehmen. Mehr und mehr Glücksspielsüchtige lassen sich auch freiwillig oder auf Druck der Familie auf die schwarze Liste setzen.

Vor der Fußballweltmeisterschaft hatte die Kommission für Glücksspiele strengere Maßnahmen getroffen, um Menschen mit einem Glücksspielverbot besser identifizieren zu können.

Die T-Shirt-Sprüche der Sensibilisierungskampagne der Glücksspielkommission sprechen Bände: "Ben blut" heißt so viel wie "Bin pleite" und nach dem Haschtag steht dann  noch "VERLIEREN IST MIR LIEBER".