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Newcastle-Krankheit: Geflügelpest in flämischem Zuchtbetrieb

Die belgische Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit, FAVV, hat einen neuen Fall von Newcastle-Krankheit, eine Art Geflügelpest, festgestellt. Betroffen ist ein Geflügelzuchtbetrieb in Haaltert, eine Gemeinde in Ostflandern. Zuvor hatte die FAVV bereits einige kleine Fälle dieser Krankheit in den Beständen von Hobbyzüchtern festgestellt.

Die Lebensmittelbehörde richtete sofort eine Sperrzone mit einem Radius von 500 m rund um den Seuchenherd und weiter ein Schutzgebiet von 3 km rund um den betroffenen Zuchtbetrieb ein. Ein 10 km-Radius gilt als Beobachtungsraum. In dieser Zone wurde ein Verbot für jeglichen Transport von Geflügel und Bruteiern erlassen, so die FAVV.

In diesen beiden Zonen sind zudem alle Geflügelzüchter und andere Halter von Federvieh jeglicher Art dazu angehalten, ihren aktuellen Bestand der FAVV mitzuteilen. Märkte und Treffen für Geflügel oder Vogelzüchter sind ebenso untersagt, wie der Verkauf von lebendem Geflügel auf Wochen- oder Lebensmittelmärkten in diesem Umkreis.

Diese Maßnahmen gelten vorerst für eine Dauer von 21 Tagen. In diesem Zeitraum sollten auch alle Tiere in ihren Stallungen gehalten bzw. eingezäunt und am Fliegen gehindert werden.

Was ist die Newcastle-Krankheit?

Eine der schlimmsten Krankheiten, die in der Geflügelzucht ausbrechen kann, ist die Newcastle-Krankheit - auch bekannt als Geflügelpest oder Pseudo-Vogelpest. Eine solche Viruserkrankung betrifft nicht nur Hühner sondern auch andere Vogelarten und ist enorm tödlich für Federvieh. Hinzu kommt ein hohes Ansteckungspotenzial, denn Newcastle ist eine seuchenhafte Geflügelkrankheit.

Gegen die Newcastle-Krankheit konnte bisher noch kein Mittel gefunden werden. Die Krankheit greift die Nervensysteme von verseuchten Tieren extrem stark an. Für Menschen ist der Verzehr von Fleisch oder Eiern von daran erkrankten Tieren aber ungefährlich.

Belgiens Landwirtschaftsminister Denis Ducarme (MR) erinnert die betroffenen Geflügelzüchter daran, dass der Staat Verluste, wenn z.B. ein Bestand durch die Newcastle-Krankheit eliminiert werden muss, kompensiert.