Juwelier, der Dieb erschossen hat, ist unter Auflagen frei

Der Juwelier aus Oostakker bei Gent, der gestern einen Raubverdächtigen erschossen hatte, ist unter Auflagen aus der U-Haft entlassen worden. Dies hat die Staatsanwaltschaft bestätigt. Inzwischen ist auch klar geworden, dass die Räuber sehr aggressiv waren.

Samstagmittag um 12 Uhr überfielen zwei Männer ein Juweliergeschäft in Oostakker. "Sie waren bewaffnet und nahmen Schmuck mit, aber sie schossen nicht", so Justizsprecherin Eva Brantegem. Die beiden flohen auf einem Motorrad, woraufhin der Juwelier auf die Räuber schoss. Einer von ihnen wurde getroffen, fiel vom Motorrad und starb.

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Der Juwelier wurde daraufhin wegen des Verdachts auf Totschlag verhaftet. Die Staatsanwaltschaft: "Der Mann kooperiert sehr gut mit den Ermittlern. Aus den ersten Verhören geht hervor, dass die Räuber besonders aggressiv waren. Der Juwelier soll getreten, geschlagen und auch mit einer Schusswaffe bedroht worden sein. Auch die Angehörigen des Juweliers und die anwesenden Kunden sollen mit einer Schusswaffe bedroht worden sein.“

Gestern Abend entschied der Ermittlungsrichter, den Juwelier unter bestimmten Auflagen aus der U-Haft zu entlassen. Was genau diese Auflagen sind, wurde nicht mitgeteilt . Die weiteren Ermittlungen müssen klarstellen, ob es sich bei dem Schusswaffengebrauch um legitime Selbstverteidigung handelte.

Die Identität des Opfers ist noch nicht bekannt. In der Zwischenzeit wird nach dem zweiten Räuber noch immer gefahndet.