AFP or licensors

Zunächst teuflisches Training, dann Sankt Petersburg - Belgiens Premier fährt nun doch nicht zum Halbfinale

Einen Tag vor dem Halbfinale gegen Frankreich trainieren die Roten Teufel noch einmal in ihrem Hauptquartier. Danach geht es nach Sankt Petersburg. Belgiens Premier Charles Michel hieß es zunächst, würde versuchen, zum Halbfinale nach Sankt Petersburg zu fliegen, um dort die Teufel zu unterstützen. Er wird das Spiel jedoch lediglich am Bildschirm verfolgen. Stattdessen wird Belgiens Außenminister Didier Reynders neben dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron dem Fußball-WM-Halbfinale Frankreich – Belgien beiwohnen. König Philippe und Königin Mathilde werden ebenfalls nach Sankt Petersburg reisen. 

Der Premier fiebere dem Spiel der beiden Nachbarländer auf russischem Boden entgegen. "Ich bin sehr ungeduldig, dieses Ereignis, das alle vereint, mitzuerleben, denn der Fußball ist wirklich ein Sport, der alle zusammenbringt", erklärte Charles Michel in einem Interview mit der französischen Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". "In einem Land, das so vielfältig ist wie Belgien, werden wir, ungeachtet unserer Herkunft, zu unserer Mannschaft, den Roten Teufeln, halten. Belgien ist ein kleines Land, aber wir sind stolz darauf, solch eine große Mannschaft zu haben, die es sogar geschafft hat, Brasilien zu schlagen. Das Land fördert viele einzelne Talente, spielt aber geschlossen und erzielt auch gemeinsam Tore."  

Die Franzosen hätten die Neigung, sich über die Belgier lustig zu machen, vor allem wegen ihres Akzents, aber die Selbstironie sei eben auch eine Qualität, die man teile, denn wer sich neckt, der liebt sich, so der liberale französischsprachige Premier.

Der französische Premier wird am Dienstagabend in Sankt Petersburg  nicht anwesend sein, sondern das Match von seinem Büro aus verfolgen. Sein belgischer Amtskollege Michel wird nun auch nicht nach Sankt Petersburg reisen. Zunächst war gemutmaßt worden, dass er dem Spiel beiwohnen würde. Doch in Brüssel findet am Mittwoch und Donnerstag ein Natogipfel statt, den Belgien nicht die Nato – ausrichtet. Am Samstagnachmittag hatte der Sprecher Michels, Frédéric Cauderlier, bereits gesagt, dass die Frage zur Anwesenheit des Premiers in Sankt Petersburg "offen", aber noch nichts entschieden sei, da der Terminkalender in der Woche des Nato-Gipfels mehr als voll sei. Der Premier, hieß es, wird das Spiel auf dem Bildschirm in Gravenbrakel ansehen, der Gemeinde, aus der Eden Hazard stammt.

 König Philippe wird hingegen nach Sankt Petersburg reisen. Das schreibt die Agentur Belga. Sie habe das aus verläßlicher Quelle erfahren, heißt es. Am Samstag hatte das Königshaus noch nicht bestätigen können, dass der König dem historischen Spiel beiwohnen werde. Inzwischen hat auch das Königshaus bestätigt, dass der König und die Königin zum Halbfinale reisten. Ihre Kinder werden nicht mitkommen.

 Der König sei ein großer Fußball-Fan, so das Königshaus. Gemeinsam mit seinen Söhnen war der König auch schon beim Gruppenspiel Belgien -Tunesien.

Erst wird trainiert, dann geht es nach Sankt Petersburg

Um 9.30 Uhr hat das Training in Dedowsk angefangen. Um 14.30 Uhr  reisen die Teufel dann nach Sankt Petersburg. Für 17.30 Uhr ist ein Pressetermin vorgesehen.

AFP or licensors
AFP or licensors
AFP or licensors
AFP or licensors
AFP or licensors
AFP or licensors
AFP or licensors