Künftig kein Betrug mehr mit Rußpartikelfiltern möglich?

Die drei Regionen in Belgien bekämpfen gemeinsam Betrug mit Rußpartikelfiltern. In den nächsten sechs Monaten wollen sie neue, noch präzisere Messgeräte austesten. 

Die Rußfilter dienen der Reduzierung der im Abgas von Dieselmotoren vorhandenen giftigen Feinstaub-Partikel. Doch wenn diese verstopft oder abgenutzt sind, werden sie oft vorschriftswidrig entfernt. Das ist billiger als einen neuen Filter einzubauen. In Belgien fahren deshalb viele Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter oder mit kaputtem Filter. Dank der neuen Rußtests sollen solche Verstöße nun aufgedeckt werden.

Eine Sonde in den Auspuff und innerhalb weniger Minuten wird eines deutlich: Ob bei einem Auto der Rußfilter gesetzeswidrig entfernt worden ist oder nicht.

Die Konrollsysteme hirfür gibt es schon und sie werden nun also auch eingesetzt. Insgesamt kommen rund ein Dutzend Apparaturen in verschiedenen TÜV-Zentren zum Einsatz. Wir werden aber nicht erfahren, in welchen technischen Prüfzentren das der Fall sein wird.  

Betrüger sollen es künftig schwerer haben, unbemerkt den Rußfilter zu entfernen, denn der Unterschied zwischen Dieselmotoren mit und ohne Rußfilter ist gigantisch groß.

Die drei Regionen stellen insgesamt 340.000 Euro bereit, damit ausgewählte Prüfstellen mit verschiedenen Geräten die Praxistests durchführen können.

In den nächsten sechs Monaten sollen 10.000 Fahrzeuge kontrolliert werden. Nach einer Analyse sollen schließlich die besten Geräte gekauft und an alle Prüfstellen verteilt werden. Nächstes Jahr soll das System definitiv eingesetzt werden.

Langfristig wird das neue System wohl den alten, rückständigen Rußtest vollständig ersetzen.