Belgiens Außenminister ruft Russland auf, sich an Untersuchung zum Absturz des Fluges MH17 zu beteiligen

Außenminister Didier Reynders will endlich Gerechtigkeit für die Opfer des Absturzes von Flug MH 17 und ihre Angehörigen. Er hat Russland erneut dazu aufgefordert, sich an der internationalen Untersuchung zu beteiligen.

Genau vor vier Jahren wurde der Flug MH17 von Malaysia Airlines über der Ostukraine abgeschossen. 298 Insassen, darunter viele Kinder, kamen ums Leben. Auch mehrere Landsleute starben. Belgien habe sich seit Beginn aktiv an den internationalen Ermittlungen beteiligt, heißt es in einem Pressebericht des Außenministeriums. Die Untersuchungen müssten letztlich zu einem Prozess führen, bei dem die Schuldigen verurteilt würden, heißt es weiter. Die strafrechtliche Untersuchung habe weiterhin absolute Priorität der Regierung.

Die Maschine war damals in Kuala Lumpur in Malaysia gestartet und auf dem Weg nach Schiphol (Niederlande), als sie über der Ostukraine abgeschossen wurde. Zu der Zeit gab es heftige Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und pro-russischen Separatisten. Die Ermittler machen Russland für den Abschuss des Flugzeuges verantwortlich. Sie ordneten die verwendete Rakete einer Einheit der russischen Armee zu.

Gemeinsam mit der Europäischen Union ruft Belgien nun alle Länder, also auch Russland, dazu auf, sich zu 100 Prozent an den Ermittlungen zu beteiligen, „so dass man den Opfern und ihren Angehörigen Gerechtigkeit widerfahren lassen“ könne.

Bislang weist Russland jede Verantwortung für den Abschuss von sich.