imago/Jochen Tack

ARD berichtet über umstrittene belgische Reaktoren: "Atomkonzern an Gutachten beteiligt"

Die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 seien weitgehend unbedenklich - so ein Gutachten. Doch daran haben Mitarbeiter eines Atomkonzerns mitgewirkt, der von einem Weiterbetrieb der Reaktoren profitieren würde, schreibt der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD auf seiner Nachrichtenwebseite tagesschau.de an diesem Mittwoch.

Dass in der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK), dem wichtigsten Beratungsgremium der Bundesregierung in Sachen Atomsicherheit, auch Vertreter der Kernindustrie sitzen, sei nicht neu. Genauso wenig wie die Befürchtung, dass es dadurch zu Interessenskonflikten kommen könne, so die ARD. Deshalb sehe die Satzung der RSK auch vor, dass beim Verdacht der Befangenheit einzelne Mitglieder der Kommission von bestimmten Beratungen ausgeschlossen werden sollen.

Im Fall des aktuellen Gutachtens, das die Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 trotz ihrer zahlreichen Risse in den Druckbehältern als weitgehend unbedenklich erscheinen ließ, sei das aber nicht geschehen. Zwei Mitarbeiter des Atomkonzerns Framatome säßen in dem federführenden Ausschuss, der eben dieses Gutachten ausgearbeitet hatte, heißt es auf der Webseite.

Der Atomkonzern, bei dem die beiden besagten Mitglieder der Kommission arbeiten, profitiere von einem  Weiterbetrieb der Reaktoren, lässt die tagesschau.de (ARD) wissen.

Doch der Vorsitzende der RSK, Rudolf Wieland, sehe darin - ebenso wie das Bundesumweltministerium - keinen Anlass für den Verdacht der Befangenheit.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf der Webseite der tagesschau.de!