Trockenheit: Rasensprengen in West- und Ostflandern am Tage verboten

Die Provinzen West- und Ostflandern hat aufgrund des Wassermangels durch die anhaltende Trockenheit einige Maßnahmen ergreifen müssen. Dazu gehört auch ab Freitag das Verbot, tagsüber seinen Rasen zu sprengen oder sein Auto zu waschen. Das Verbot gilt vorerst von 8 Uhr am Morgen bis 20 Uhr am Abend.

In den beiden flämischen Provinzen herrscht schon seit einigen Wochen absolute Trockenheit, was inzwischen auch lokal zu Wassermangel führt. Da helfen auch alle Aufrufe zum Wassersparen, besonders bei Trinkwasser, nicht mehr aus. Deshalb haben die Gouverneure auf eine härtere Gangart hochgeschaltet.

Das bedeutet zum einen, dass Rasensprengen - auch auf Sportplätzen - und Autowaschen am Tage verboten ist und zum anderen, dass sowohl in Ost-, als auch in Westflandern kein Wasser mehr aus Flüssen, Kanälen oder Bächen mehr abgepumpt werden darf. Dies ist nur noch auf den schiffbaren Flüssen Ijzer und Leie zugelassen.

Die beiden Gouverneure Carl Decaluwé (Westflandern) und Jan Briers (Ostflandern) schließen weitere Maßnahmen nicht aus, falls die Trockenheit weiter anhält und danach sieht es vorläufig wohl aus.

Und anderswo?

In den anderen flämischen Provinzen scheint die Lage noch nicht so angespannt zu sein, auch wenn dort ebenfalls zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser aufgerufen wird. In den Provinzen Antwerpen, Flämisch-Brabant und Limburg gilt zwar auch schon „Code Gelb“, also die erste entsprechende Warnstufe.

Doch Verbote, wie in Ost- und Westflandern gelten dort noch nicht und es darf vorläufig auch noch Wasser auf allen Wasserläufen abgepumpt werden. In Antwerpen hieß es sogar, dass die Trinkwasservorräte noch lange ausreichen würden. In Wallonien gilt vorerst noch nirgendwo Wasserknappheit, auch wenn es dort ebenfalls wenig bis überhaupt nicht mehr geregnet hat.