Letzte Sitzung der flämischen Regierung vor der Sommerpause

Flanderns Ministerpräsident Geert Bourgeois hält an diesem Freitag seinen letzten Ministerrat vor der Sommerpause. So muss die Regierung Maßnahmen nehmen, um bis 2030 auf 27 Prozent erneuerbare Energie zu kommen und die CO2-Emissionen um ein Drittel zu reduzieren.

Der flämische Energieminister Bart Tommelein erklärte am Morgen, wie das gehen soll: "umweltfreundlichere Fahrzeuge, weniger Autos, intelligente Nutzung von Fahrzeugen und in der Agrarwirtschaft und bei den öffentlichen Gebäuden weniger, aber dafür effizienteren Energieverbrauch. Das gilt auch für den Häuserbau und die Renovierung. Die Häuser müssen besser isoliert werden und der Verbrauch muss zurückgehen."

Ferner muss die Regierung den Baustopp konkretisieren. Ab 2040 darf in Flandern kein öffentlicher Raum mehr verschwendet werden. Einiges an Bauland wird nicht mehr bebaut werden können.

"Wir müssen ein Gleichgewicht finden, zwischen denen, die ein Eigentum besitzen, das an Wert verliert und der Notwendigkeit, sparsamer mit dem öffentlichen Grund umzugehen", so die flämische Vizeministerpräsidentin Hilde Crevits.  

Der flämische Kulturminister Sven Gatz schenkte seinen Kollegen auch in diesem Jahr ein Buch, eines für die Kinder oder Enkel der Kollegen zur Migration.

Nach der kleinen Ablenkung wollte die Regierung aber auch noch über den Plan zum Kampf gegen Hausmüll abstimmen. Die flämische  Umweltministerin Joke Schauvliege will Pfand auf Dosen und Plastikflaschen einführen, aber die flämischen Regionalisten von der N-VA und die flämischen Liberalen von der Open VLD wollen das nicht.