Neuer Fahrplan bei flämischer Nahverkehrsgesellschaft

Für die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn wird sich einiges in Zukunft verändern. Die Regierung will, dass der neue Fahrplan von De Lijn mehr auf die Wünsche der Fahrgäste eingeht. 

Der Fahrplan der Nahverkehrsgesellschaft De Lijn soll effizienter werden. Bislang galt das Prinzip, dass in einem Radius von 750 Metern eines jeden Hauses eine Haltestelle stehen muss. Das hat dazu geführt, dass es massenweise Haltestellen gibt und Busstrecken, ob nun ein Bus Passagiere hat oder nicht.

"Wir wollen vor allem dort investieren, wo es eine Nachfrage gibt", betont Ben Weyts, der flämische Verkehrsminister.

Im neuen Plan wird Flandern in 15 "Fahrregionen" eingeteilt. "Lokale Behörden bestimmen mit, wie das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel, auch das von De Lijn, aussehen soll", so Weyts noch.

Regionalräte entscheiden also über das Angebot. In diesen Räten werden auch das Verkehrsamt und die belgische Bahn NMBS vertreten sein sowie die Gemeindeverwaltungen.

„Wenn jemand weiß, was man vor Ort an öffentlichem Verkehr braucht, dann sind es die Gemeindeverwaltungen“, erklärt der flämische Verkehrsminister. "Deshalb dürfen sie im wahrsten Sinne des Wortes beim Angebot am Steuer sitzen."

Das Angebot soll mit mehr grünen Bussen, mit Fahrradanschlüssen und Auto- und Fahrradparkplätzen an Bahnhöfen angereichert werden. Mit anderen Worten: Es soll ein attraktiverer öffentlicher Verkehr geschaffen werden, um gegen die Staus auf den Straßen vorzugehen.

Aus diesem Grund will die flämische Regierung auch eine Kilometerabgabe für den Straßenverkehr einführen. Doch das ist für die nächste Legislatur!