Wetteramt warnt vor einer Hitzewelle mit bis zu 34°C

Das Königliche Wetteramt KMI warnt vor der in dieser Woche auch Belgien heimsuchenden Hitzewelle. Ab Dienstag steigen die Temperaturen auf Werte über 30°C und am Freitag kann das Quecksilber sogar auf 34°C steigen. Ein Ende der heißen und trockenen Periode ist noch nicht abzusehen, so VRT-Wettermann Frank Deboosere. Dieses Wetter sorgt allerdings in Flandern so langsam für Probleme in der Landwirtschaft.

Das KMI hat ab Dienstag für alle Provinzen im belgischen Bundesland Flandern Warnstufe „Orange“ erlassen, außer für Westflandern. Ab Mittwoch gilt „Code orange“ für ganz Flandern, außer für die Küstenregionen, an denen es etwas frischer bleibt.

Die Behörden erinnern daran, in diesen Tagen ausreichend zu trinken, nicht unbedingt schweres Essen zu sich zu nehmen und möglichst auf Anstrengungen zu verzichten. Die Trinkwasservorräte sind, so Wetteramt und Flanderns Landesbehörden aber nicht in Gefahr.

„Damit befinden wir uns echt in einer Periode mit äußerst heißem Wetter. Oder vielmehr mit tropischem Sommerwetter!“

VRT-Wettermann Frank Deboosere

„In den kommenden Tagen bleibt es so, wie in den vergangenen Tagen und Wochen. In der zweiten Wochenhälfte bildet sich ein neues Hochdruckgebiet über Skandinavien, befinden wir uns echt in einer Periode mit äußerst heißem Wetter. Oder vielmehr mit tropischem Sommerwetter!“, sagte VRT-Wettermann Frank Deboosere ergänzend zur Warnung von Seiten des Wetteramtes KMI.

Er erinnert auch daran, dass die Nächte warm bleiben: „Das Quecksilber sinkt nachts kaum unter die 20°C-Marke.“ Ab Samstag kann es aber „kühler“ werden, denn dann sinken die Werte auf unter 28°C.

Trockenheit schädlich für Flanderns Landwirtschaft

Flanderns Landwirtschaftsministerin Joke Schauvliege (CD&V) will prüfen lassen, ob die Hitze und die Trockenheit in diesen Tagen als Katastrophe anerkannt werden kann. Eine solche Aberkennung ist notwendig, damit die Landwirtschaft eventuell Anrecht auf Kompensationen für zu erwartende Ernteverluste geltend machen kann.

Dazu muss das KMI faktisch feststellen, ob es sich hierbei tatsächlich um eine außergewöhnliche Trockenperiode handelt. Flanderns Landwirtschaftsverbände haben Ministerin Schauvliege in der vergangene Woche darum gebeten, eine solche Aberkennung in die Wege zu leiten.