© Sabine Joosten/Hollandse Hoogte

Agrarunternehmen in Belgien: Die Zahl der Landwirte nimmt weiter ab

Die Zahl der landwirtschaftlichen Unternehmen in Belgien ist auch im vergangenen Jahr wieder gesunken. 2017 waren in unserem Land noch 35.910 Agrarunternehmen registriert. Das ist ein Rückgang um 978 Höfe oder Unternehmen, bzw. um 2,6 %. Der Rückgang im Agrarwesen ist in Belgien nichts neues, denn er ist bereits seit rund 40 Jahren im Gange. Nur in den Jahren 2015 und 2016 blieben die Werte nahezu konstant.

Die vorliegenden Zahlen kommen von Belgiens Wirtschaftsministerium und wurden aus Anlass der Landwirtschaftsmesse von Libramont bei Neufchâteau (Archivfoto unten) in der Provinz Luxemburg, die vom 27. bis zum 30. Juli stattfindet.

Daraus ist ersichtlich, dass der Trend in Brüssel und Flandern (-3,15%) deutlicher ist, als in der Wallonie (-1,73%). Zusammen zählen Flandern und Brüssel derzeit noch 23.278 landwirtschaftliche Unternehmen.

Nebenher wird auch die genutzte Agrarfläche in Belgien immer kleiner. Noch 1980 wurden 1,42 Mio. Hektar Land „beackert“. Heute beträgt die Agrarfläche hierzulande noch 1,33 Mio. Hektar. Interessant ist dabei, dass die Anbaufläche pro Agrarunternehmen seit dem größer wird.

Weniger aber größere landwirtschaftliche Unternehmen

Bearbeitete ein Landwirt 1980 in Belgien noch etwa 8 Hektar Land, so umfasst eine heute von einem Unternehmen bewirtschaftete Fläche rund 26 Hektar.

Das bedeutet, dass die Unternehmen im Laufe der Zeit an sich größer werden. Trotzdem geht im Landwirtschaftssektor auch die Zahl der Beschäftigten deutlich zurück. Innerhalb der vergangenen 37 Jahre sank die Zahl der hier beschäftigten Arbeitnehmer um 62 % auf jetzt lediglich noch 22.424.

Am Brutto-Inlandsprodukt Belgiens hat die Landwirtschaft in diesen Tagen nur noch rund 1 % Beteiligung. Allerdings erwirtschaftet das hiesige Agrarwesen noch rund 5,7 % des Exports unseres Landes.