BASF will die Kapazität von Ethylenoxid am Standort Antwerpen ausbauen

Der deutsche Chemiekonzern BASF strebt eine deutliche Kapazitätserweiterung des integrierten Ethylenoxid-Komplexes am Verbundstandort im Hafen von Antwerpen (Foto) an. Das Projekt umfasst sowohl Kapazitätserweiterungen für Ethylenoxid als auch für mehrere nachgelagerte Anlagen, z.B. für die Herstellung von Tensiden. Eine endgültige Entscheidung dazu wird laut einer Pressemitteilung allerdings erst im kommenden Jahr fallen.

BASF beabsichtigt, die sogenannte „Rückwärtsintegration“ in Ethylenoxid weiter zu stärken, um das weiter steigende Wachstum bei den Kunden in den nachgelagerten Märkten zu unterstützen. In Europa betreibt das Unternehmen Ethylenoxid-Anlagen in Antwerpen und Ludwigshafen mit einer Gesamtkapazität von 845.000 t/a.

Der Konzern ist nach eigenen Angaben der größte Hersteller von Ethylenoxid-Derivaten in der Region. Produkte, die auf Ethylenoxid basieren, sind in erster Linie Tenside, Ethanolamine, Glykolether, Polyetherpolyole und andere Spezialitäten. Diese finden in zahlreichen Bereichen der Wirtschaft Verwendung, wie zum Beispiel in der Home- und Personal-Care-Industrie, in Industrieanwendungen und in der Automobilindustrie.

Ob der integrierte Ethylenoxid-Komplex in Antwerpen tatsächlich erweitert wird, soll sich aber erst 2019 endgültig entscheiden.