Premier Michel bewertet Trump-Juncker-Meeting vorsichtig positiv

Belgiens Premierminister Charles Michel (MR) reagierte am Donnerstag zurückhaltend positiv auf das Treffen zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und US-Präsident Donald Trump in Washington am Vortag. Damit pflichtete er den Regierungen Deutschlands, der Niederlande und Frankreichs bei.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es noch so ausgesehen, als warte die ganze Welt auf den Ausbruch eines Handelskriegs zwischen den USA und der EU. Doch nach dem Treffen zwischen Juncker und Trump in Washington scheint das Problem erstmal von Tisch zu sein. Beide vereinbarten „null Zolltarife beim Handel von Industrieprodukten zwischen den USA und der EU“.

Dies veranlasst einige europäische Regierungschefs dazu, dieses Ergebnis des Treffens vorsichtig, also eher zurückhaltend, positiv zu bewerten.

Auch Belgiens Premierminister Charles Michel äußerte sich in diese Richtung: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und ich werde alles daransetzen, dass ein ausgeglichenes Spielfeld und Gegenseitigkeit garantiert werden.“ Michel gab auch an, dass seine Priorität vor allem bei besonders sensiblen Sektoren liege, wobei er die Landwirtschaft nannte.

Michel lobte die Vorgehensweise, mit der EU-Kommissionspräsident Juncker die Lage in Sachen Handelsbeziehungen zwischen der Union und den Vereinigten Staaten zu entspannen vermochte. Das dabei auch der US-Protektionismus zurückgedrängt werden konnte, begrüßte Michel ebenso.