Trockenheit: Belgiens Regierung hilft der Landwirtschaft

Die belgische Bundesregierung hat fünf konkrete sozialwirtschaftliche Maßnahmen ergriffen, um die unter den hochsommerlichen Wetterumständen leidende Landwirtschaft zu unterstützen. Diese Maßnahmen sollen nach dem Willen von Landwirtschaftsminister Denis Ducarme (MR) unbürokratisch umgesetzt werden.

Landwirte, die in diesen Tagen Schäden und finanzielle Rückschläge durch die Hitze und die Trockenheit erleiden, können auf einfache Anfrage bei ihrer Sozialkasse um Aufschub der Zahlung ihrer Sozialbeiträge für das zweite und dritte Trimester 2018 und das erste Trimester 2019 beantragen, so Ducarme. Zusätzliche Unkosten werde dies nicht verursachen, hieß es weiter dazu.

In Regierungskreisen spricht man auch davon, einige Dossiers in Sachen Freistellung von Abgaben zu bündeln und in Zukunft einheitlich zu bearbeiten. Zudem soll die Anerkennung eines „Sektors in der Krise“ beschleunigt werden, was die Frage der Senkung der sozialen Lasen vereinfachen soll.

Die entsprechenden Anträge können die von der Hitzewelle betroffenen Landwirte problemlos online stellen. Dazu können sie auf Anraten von Landwirtschaftsminister Ducarme ein Formular nutzen, das auf der Internetseite der Sozialsicherheit abzurufen ist. Innerhalb von 10 Tagen erhalten die Antragsteller eine Antwort.

Weitere Maßnahmen ergreift der Landwirtschaftsminister gemeinsam mit Bundessozialministerin Maggie De Block (Open VLD). Auch hier handelt es sich um die Stundung von Angaben im sozialen Bereich, z.B. für den das Landesamt für Soziale Sicherheit (LSS) zuständig ist. Hier können z.B. Zinsen auf zu spät bezahlte Abgaben fallengelassen werden.