Hitzewelle: Flanderns Behörden warnen vor Waldbrandgefahr

Durch die extreme Hitze der vergangenen Tage und Wochen ist auch die Natur völlig ausgetrocknet. Betroffen davon sind seit Tagen die Heidelandschaften in den Kempen. Mittlerweile jedoch sind auch einige Waldgebiete in Gefahr. Die flämische Landesagentur für Wald und Natur warnt vor extremer Brandgefahr in den Wäldern in den Provinzen Limburg und Antwerpen.

Die betroffenen Waldgebiete sind im wahrsten Sinne des Wortes „knochentrocken“, so trocken, dass die Behörden schon davor warnen, diese Wälder auch nur zu betreten. Die Feuertürme sind besetzt und die Feuerwehren stehen auf Abruf bereit. Xavier Coppens von der Landesagentur für Wald und Natur warnte die Bevölkerung gegenüber VRT NWS: „Es wird abgeraten, um in diesen Gebieten zu wandern. Die Brandgefahr ist zu groß. Das ist ein echtes Risiko.“

Coppens hat in diesen Tagen und unter diesen Umständen kein Verständnis für das Verhalten mancher Zeitgenossen: „Ich bin noch immer erschrocken darüber, was ich täglich sehe. Die meisten Menschen halten es für evident, dass sie aufpassen müssen - hier liegt eine Art ‚common sense‘ vor, doch immer noch sehe ich Leute, die achtlos ihre Zigarette wegwerfen. Man kann offenbar nicht genug davor warnen, dass so etwas extrem gefährlich ist. Noch einmal bitte: seien sie vorsichtig! Passen sie auf!“

„Seien sie vorsichtig! Passen sie auf!“

Xavier Coppens, Landesagentur für Natur und Wald

Im Osten des Landes kommt bei Trockenheit „Code rot“ schon öfter vor, doch „Code orange“ in den Provinzen Ost- und Westflandern ist in den vergangenen 20 Jahren nicht mehr vorgekommen, so der Naturschützer. Inzwischen leiden natürlich auch die Pflanzen in der Natur. Vieles verdorrt, Bäume sind bereits im Herbstmodus und das Gras ist so gut wie weg. Die Pflanzungen, die die Landesagentur in der ersten Jahreshälfte durchgeführt hat, erleiden große Schäden: „Die Waldanpflanzungen auf den Sandböden, die sterben gerade massiv ab.“ Nur für die Insekten ist dieses Wetter offenbar paradiesisch.

Coppens und seine Behörde hoffen nur auf eines: dass es bald man endlich regnet, denn die Wolkenbrüche, die am frühen Donnerstagabend über Flandern und Brüssel niedergegangen sind, „die ziehen nur den Staub nach unten…“