Luftschutzkeller unter einem Spielplatz in Genter Schule entdeckt

Bei Bauarbeiten auf dem Schulhof der Grundschule „De Kleurdoos“ in Ledeberg bei Gent ist ein Luftschutzkeller aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Ersten Recherchen in Archiven zufolge soll dieser Keller aus dem Jahr 1943 stammen. Womöglich ist dieser Luftschutzkeller niemals genutzt worden.

Das Amt für Denkmalschutz und Stadtarchäologie der Stadt Gent hat herausgefunden, dass dieser Luftschutzkeller 1943 angelegt wurde und in erster Linie den Schulkindern und den Lehrern der Grundschule bei Bombenangriffen Schutz bieten sollte. Später sollten auch die Anwohner dort Schutz suchen dürfen. Doch wahrscheinlich ist dieser Keller niemals genutzt worden, da es keine Bombenangriffe auf Gent während des Zweiten Weltkriegs gegeben hat - weder von alliierter Seite, noch von der deutschen Luftwaffe.

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Die Pläne zum Bau dieses Luftschutzkellers existieren noch und konnten in den Archiven der Stadt Gent gefunden werden. Demnach bot der Keller insgesamt 175 Menschen Schutz. Bedeckt war dieser Schutzraum mit einer Lage Kohlenteer, ein Baustoff, der früher gerne genutzt wurde, um Feuchtigkeit abzuhalten.

Seit 1998 ist Kohlenteer als Baustoff hierzulande wegen des Giftes im Teer verboten. Der Keller unter dem Schulhof war über diesem Kohlenteer noch mit einer Lage festem Sand und mit Betonziegeln abgesichert. Deshalb konnten wohl kaum giftige Gase den darüber liegenden Schulhof beeinträchtigen. Ob eine Gefahr bestand oder gar besteht, sollen jetzt Untersuchungen erweisen. Inzwischen ist der Luftschutzkeller vorläufig mit einer Lage Erde zugeschüttet worden (Foto unten).