Belga/Flip Franssen

Paneuropäische Partei Volt Europa gründet Sektion in Belgien

Die paneuropäische Partei Volt Europa hat an diesem Wochenende bei einem Kongress in Brüssel eine belgische Sektion eröffnet, die sowohl an den Kommunalwahlen in Elsene und Etterbeek als auch an den Europawahlen von 2019 teilnimmt.

"Wir wollen Europa und seinen Regionen eine neue Politik vorschlagen, die sich der Realität und der globalen Welt sowie den Herausforderungen für alle Bürger stellt“, erklärt Jean-Yves Huwart, der französischsprachige Präsident von Volt Belgien.

Die Partei wurde bereits im letzten Jahr nach dem Schock, der durch den bevorstehenden Brexit verursacht wurde, gegründet.  Volt Europa ist heute in den 28 EU-Mitgliedstaaten sowie in Albanien und in der Schweiz präsent.

Die paneuropäische Bewegung hat sich bereits in acht Ländern formell zu einer politischen Partei geformt, d.h. in Deutschland, Spanien, Italien, den Niederlanden, Bulgarien, in Dänemark, Schweden und nun auch in Belgien.

Die Partei ist entschieden pro-europäisch und hat zum Ziel mindestens 25 Sitze im Europäischen Parlament zu holen. Das EP zählt insgesamt 751 Sitze. Damit eine Fraktion im Europaparlament gebildet werden kann, sind mindestens 25 Abgeordnete aus mindestens einem Viertel (also 7 sieben) der Mitgliedstaaten erforderlich.

Volt Europa will sich weder rechts noch links einordnen lassen, sondern mit innovativen Lösungen Krisen in Europa (Immigration, Wirtschaft, Klima…) angehen. Die Partei stützt sich dabei auf universelle Werte und auf den Austausch bewährter Praktiken zwischen den Ländern.

Volt will betonen, was die Europäerinnen und Europäer eint, heißt es bei der Partei, denn die Interessen der Europäer deckten sich häufiger über Grenzen hinweg als bisweilen angenommen würde.

Die Partei geht im Gegensatz zu den anderen Parteien umgekehrt vor: Sie entwickelt zunächst ein europäisches Programm und erst in einem zweiten Schritt nationale politische Programme, die den einzelnen Ländern Rechnung tragen.