Belgien verliert einen Teil seiner EU-Agrarsubventionen

Nach einer Meldung der frankophonen Tageszeitung Le Soir wird Belgien ab 2021 weniger Zuschüsse für die Landwirtschaft von Seiten der Europäischen Union erhalten. Die Gesamtsumme wird 5 % unter der Summe liegen, die unser Land derzeit für den hiesigen Agrarsektor erhält. Schuld daran hat wohl auch der Brexit, wie Le Soir dazu schreibt.

Ab dem Budget-Zeitraum 2021-2027 wird Belgien 5 % weniger Agrarsubventionen von der Europäischen Union empfangen. Das bedeutet, dass das belgische Bundesland 405 Mio. € für die Landwirtschaft verliert und die Wallonie wird sogar 450 Mio. € weniger Landwirtschaftsgeld von der EU erhalten.

Derzeit laufen die Gespräche auf EU-Ebene über die Budgets für die Jahre 2021 bis 2027. Schon jetzt wird deutlich, dass gespart werden muss. Daran hat auch der Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der EU, seinen Anteil, wie die frankophone Tageszeitung Le Soir dazu schreibt. Doch auch neue Prioritäten auf politischer Ebene fordern von der Landwirtschaft ihren Tribut.

In der Wallonie rechnet man offenbar bereits mit den Verlusten und plant diese über eine Art Einkommensunterstützung, die an die Preisschwankungen für Agrarprodukte am Markt gebunden sein werden, so Le Soir. Viele Kleinbauern befürchten offenbar jetzt das Aus für ihre landwirtschaftlichen Aktivitäten, wie am Rande der Landwirtschaftsmesse in Libramont (Prov. Namür) zu hören war.