Neu ab dem 1. August: Vornamen ändern wird einfacher

Landsleute in Belgien, die ihren Vornamen ändern möchten, können dies ab Mittwoch, den 1. August, auf eine wesentlich einfachere Art und Weise tun, als bisher. Dazu reicht ein Antrag bei der Gemeinde, in der man gemeldet ist. Bisher mussten Belgier, die mit ihrem Vornamen unzufrieden waren, ein aufwändiges Verfahren über das Bundesjustizministerium in Brüssel durchlaufen. 

Der entsprechende Antrag auf einfache Änderung des Vornamens kann ab dem 1. August beim Standesbeamten der Gemeinde, in der man gemeldet ist, gestellt werden. Bisher mussten die Bürger unseres Landes, die mit ihrem Vornamens aus irgendeinem Grunde unzufrieden waren, einen Antrag auf Änderung beim Justizministerium in Brüssel stellen.

Der Vorgang dauerte oftmals rund anderthalb Jahre. Solange mussten die Antragsteller alleine auf eine Antwort warten, ob die ihren Vornamen ändern durften oder auch nicht. Zudem kostete dieser Vorgang bis zu 490 €.

Mit einer Anpassung des entsprechenden Gesetzes sind ab sofort die ist Standesbeamten in Städten und Gemeinden dazu befugt, eine Änderungen von Vornamen der Bürger zu bearbeiten. Offenbar soll das Verfahren nur noch höchstens bis zu drei Monate in Anspruch nehmen.

Begründung weiter erforderlich

Ein Schreiben zur Begründung für dieses Ansinnen ist allerdings weiterhin notwendig und dem Antrag beizufügen. Eine Umfrage ergab, dass die meisten Menschen, die ihren Vornamen ändern wollen, den Vornamen, den ihre Eltern ihnen gaben, beleidigend, erniedrigend oder auch lächerlich finden. Nicht selten wollen auch Transsexuelle ihren Vornamen offiziell ändern.

Die entsprechende Gesetzesänderung sieht vor, dass die Kommunen die Gebühr für eine Änderung von Vornahmen selbst festlegen dürfen. Einige Städte und Gemeinden im belgischen Bundesland Flandern, darunter auch Gent und Kortrijk, wollen dies sogar kostenfrei gestalten, wie sie im Vorfeld des Inkrafttretens des Gesetzesanpassung ankündigten.