Risiko: Wenn in Belgien anerkannte Flüchtlinge auch nur für kurze Zeit in ihre Heimat zurückreisen

Immer häufiger werden in Belgien anerkannte Flüchtlinge dabei erwischt, wie sie, wenn auch nur kurzzeitig, in ihr Heimatland reisen. Dabei können sie in unserem Land ihren Schutz- oder Flüchtlingsstatus verlieren. Einige von ihnen reisen über Flughäfen in den Nachbarländern aus und wieder ein, doch auch hier werden sie entdeckt, denn Belgien hat dazu entsprechende Abkommen zum Datenaustausch getroffen. 

Nach Angaben von Belgiens Asylstaatssekretär Theo Francken (N-VA) wurden alleine in der ersten Jahreshälfte 115 Fälle von hier anerkannten Flüchtlingen bekannt, die aus irgendeinem Grunde zurück in das Land gereist sind, aus dem sie wegen Krieg, Gewalt, Verfolgung oder Lebensgefahr geflüchtet sind.

Staatssekretär Francken warnte die Betroffenen vor den Folgen solcher Reisen. Selbst eine kurzzeitige Rückkehr in solche Länder weise die belgischen Einwanderungsbehörden darauf hin, dass man sich dort offenbar doch sicher fühlen könne. Dies kann dazu führen, dass die Betroffenen ihren Flüchtlingsstatus in Belgien verlieren, bzw. dass sie wegen Asylbetrug angezeigt werden.

Und das kann im Extremfall durchaus zur Abschiebung führen. In den meisten entdeckten Fällen handelt es sich um Einwanderer mit einem vorläufigen Flüchtlingsstatut für unser Land aus dem Irak, aus Afghanistan und aus Syrien.

Dass solche Fälle immer häufiger entdeckt werden, ist nach Ansicht Franckens auf strengere Kontrollen und auf einen entsprechenden Datenaustausch zwischen den EU-Staaten, bzw. zwischen Belgien, Deutschland und den Niederlanden, zurückzuführen.