Aufrufe zum Wassersparen erfolgreich: Der Verbrauch sank deutlich

In den vergangenen Tagen und Wochen häuften sich im belgischen Bundesland Flandern die Aufrufe, Wasser zu sparen. Die anhaltenden heißen und trockenen Temperaturen machten und machen dies erforderlich. Diese Aufrufe haben effektiv Erfolg, denn der Wasserverbrauch ist in Flandern in der vergangenen Woche sogar um rund 7 % zurückgegangen.

Man sei mit den Aufrufen der Provinzgouverneure zum Wassersparen sehr zufrieden gewesen, heißt es bei AquaFlanders, dem Dachverband der flämischen Wasserversorgungs-Gesellschaften. Auf das gesamte Bundesland verteilt sei der Verbrauch von Trinkwasser im Durchschnitt um 7 % zurückgegangen, so Carl Heyrmans, der Direktor von AquaFlanders gegenüber VRT NWS: „Die Leute brauchen Trinkwasser in erster Linie für notwendige Bedürfnisse, wie Trinken, Kochen oder Haushaltsangelegenheiten.“

„Wir müssen weiter auf Sensibilisierung setzen, damit wir es morgen noch besser machen können, als heute!“

Carl Heyrman, Direktor von AquaFlanderns

Regional unterscheiden sich die Mengen des gesparten Wassers, denn die Aufrufe dazu kamen nicht gleichzeitig und erfolgten nach und nach von Westen und Norden in Richtung Osten. So mag es kaum verwundern, dass in der Provinz Westflandern sogar rund 12 % Wasserersparnis zu vermelden gab.

Noch reichen die Wasserreserven in Flandern aus, doch AquaFlanders warnte, denn die Nachfrage bleibt mit einem Fünftel über Normalverbrauch zu Spitzenzeiten doch weiter groß: „Wir tun unser Bestes, doch es könnte noch besser werden. Wir müssen weiter auf Sensibilisierung setzen, damit wir es morgen noch besser machen können, als heute!“

Noch Wasser für ein halbes Jahr in Flanderns größer Reserve

Im größten Wasservorratsbecken Flanderns, in Kluizen bei Evergem in Ostflandern, sind derzeit noch Reserven von 5,5 Mio. Kubikmeter Trinkwasser vorhanden. Das bedeutet, dass das Reservoir noch halbvoll ist und dass dieses Wasser noch für ein halbes Jahr reichen wird.

Von dort aus beliefert die Watergroep, eine überregionale Versorgungsgesellschaft, einen Großteil des Trinkwassers für den nordöstlichen Teil Flanderns bis hin in Richtung Meetjesland und Wassland. Hier laufen gleich mehrere Bäche und kleine Flüsse zusammen, aus denen das Wasser kommt. Dieses Becken (Foto unten) wurde 1974 gebaut und 1996 kam das zweite Becken hinzu.