Andreas Kockartz/VRT

Der Brüsseler "Wasserbus" - Ein Verkehrsmittel für Pendler und Ausflügler

Bereits seit einigen Jahren fährt der so genannte „Wasserbus“ zwischen Vilvoorde in Flämisch-Brabant und dem Sainclette-Platz in Brüssel unweit des Verwaltungszentrums der Hauptstadt am Rogier-Platz und Nordbahnhof hin und her. Noch ist dieses Verkehrsangebot, zu dem vorläufig ein Touristenboot genutzt wird, kein echter öffentlicher Nahverkehr, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Als Ausflugsfahrt hingegen ist der „Wasserbus“ schon jetzt eine tolle Sache. 

Bisher fährt der „Wasserbus“ zwischen von Mai bis August auf dem „Kanal von Willebroeck“, heute „Kanal der Zenne“, hin und her. Eine Fahrt kostet 3 € und reservieren ist nicht unbedingt notwendig. Der „Wasserbus“ hält unterwegs an fünf Haltestellen und bietet Fahrradmitnahme sowie Wifi. Damit kann während der rund eine Stunde langen Fahrt gearbeitet werden, was tatsächlich einige Berufspendler, die die notorischen Staus auf der Kurzstrecke meiden wollen, auch nutzen.

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Das Boot fährt in der Nähe des Stadtzentrums von Vilvoorde  in Flämisch-Brabant am Steenkaai ab und hält unterwegs am Park Drie Fonteinen, am Heembeekkaai, an der Van Praetbrücke, am Brüsseler Binnenhafen im Ortsteil Schaarbeek und am Akenkaai und Endstation ist am Sainctelette-Platz unweit der ikonischen Citroën-Garage, in der heute das Museum für zeitgenössische Kunst, Kanal, untergebracht ist.

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Das Projekt ist eine Initiative von „Brussels by Water“ und „Kanaaltochten Brabant“ und wird von der flämischen Landes- und der Brüsseler Regionalregierung unterstützt. Die Pläne für Wasserbusse oder Wassertaxis im Umland von Brüssel in der Provinz Flämisch-Brabant gehen weit. So ist eine Verbindung zwischen der Schleuse in Kapelle-op-den-Bos via Willebroeck und Vilvoorde nach Brüssel angedacht…

Toller kleiner Ausflug

Jährlich nutzen bis zu 300.000 Personen diese Fahrt. Und es werden immer mehr. In den Sommermonaten nutzen viele Touristen diese Möglichkeit und darunter sind auffallend viele „locals“ aus Brüssel selber oder aus der Provinz Flämisch-Brabant. Ein Reiseleiter, den die Vereinigung „Kanalführer“ stellt, unterhält die Fahrgäste gutgelaunt in zwei Sprachen, Niederländisch und Französisch (auf Wunsch auch in Englisch), mit Fakten und Anekdoten zu den Stellen, an denen der „Wasserbus“ vorbeifährt. Er gestaltet dies zudem besonders kinderfreundlich und interaktiv.

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Zu allem weiß der Reiseleiter etwas zu erzählen und immer stimmen die Fakten, auch wenn es mal anekdotisch wird. Dieser kleine Ausflug ist auf jeden Fall empfehlenswert. Hier kann man für kleines Geld einen kurzweiligen Spaß erleben, der gleichzeitig entspannend und bildend ist. Und diese Fahrt mit dem „Wasserbus“ bietet einen Blick auf die belgische Hauptstadt Brüssel, der so auf anderem Wege nicht zu erleben ist (weitere Fotos unten). Dass sich viele „locals“ diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, sollte als Ansporn gelten, sich einmal darauf einzulassen. Infos: www.brusselsbywater.be

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