Reform: Auch Polizisten sollen Krankheitstage nicht mehr „sparen“ können

Die Polizeigewerkschaften in Belgien wehren sich gegen die Pläne der Bundesregierung, im Zuge der Reform der Krankheitsregelung für Beamte, das Aufsparen von nicht genutzten Krankheitstagen abzuschaffen. Damit schließen sich die Polizeigewerkschaften der Kritik an diesem Vorhaben der belgischen Mitte-Rechts-Regierung und auch der flämischen Landesregierung an. Proteste sind nicht ausgeschlossen.

Die beiden Polizeigewerkschaften ACV Politie in Flandern und SNPS im frankophonen Sprachraum schließen sich der Kritik, die die christlichen Gewerkschaften bereits vor einigen Tagen äußerten, an.

Sie wollen allerdings nicht zum Streik aufrufen, sondern haben die Idee, einige „bußgeldfreie Tage“ zu verbringen, sprich für die Dauer von einigen Tagen keine Strafzettel auszustellen.

Sowohl die belgische Bundesregierung, als auch die flämische Landesregierung will das Aufsparen von nicht genutzten Krankheitstagen für die Beamten abschaffen.

Die sozialistische Gewerkschaft ACOD hatte am vergangenen Montag ihre Kritik mit Warnstreiks an der Schleuse in Menen in Westflandern begonnen und damit die Binnenschifffahrt in Richtung Antwerpener Hafen blockiert.

Die Gewerkschaft droht jetzt damit, den Antwerpener Hafen „lahmzulegen“. Im Allgemeinen halten die Gewerkschaften das Vorhaben der Politik für einen „Angriff auf den Beamtenapparat.“