Ozon-Informationsschwelle an 33 Messstationen überschritten

Die europäische Ozon-Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft ist am gestrigen Freitag an 33 Messstationen in Belgien überschritten worden. Nur an sechs Messstationen blieb die Ozonkonzentration unter der Informationsschwelle. Der Grenzwert von 180 µg/m3 wurde um 20 Uhr noch immer an 26 Stationen überschritten. Das geht aus den Ozondaten hervor, die die belgische interregionale Umweltagentur (IRCEL) auf seiner Webseite veröffentlicht hat. 

Die höchsten Ozonkonzentrationen wurden in Sint-Pieters-Leeuw (238), Neder-over-Heembeek (234) und Haren (233) gemessen. Dort näherte sich die Ozonkonzentration der europäischen Alarmschwelle von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Alarmschwellenwert von 240 µg/m³ bezeichnet laut dem deutschen Umwelt- Bundesamt die Schwelle, "bei deren Überschreitung ein Risiko für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung besteht." Ab diesem Wert rufen die Behörden einen Ozonalarm aus. Ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft geben die Behörden über die Medien Verhaltensempfehlungen an die Bevölkerung.

Zwölf der Messstationen, an denen Überschreitungen von Informationsschwellen festgestellt wurden, liegen in Flandern. In Brüssel wurde der Informationsschwellenwert an sieben Messstationen überschritten.

Die Kombination von Luftverschmutzung, tropischer Hitze und Sonne führt zu erhöhten Ozonkonzentrationen in der Luft. Die Ircel rechnet damit, dass sich ab dem heutigen Samstag die Luftqualität verbessern dürfte und die hohen Ozonwerte zurückgehen müssten.

Bei hohen Ozonkonzentrationen wird empfindlichen Bevölkerungsgruppen, wie asthmaanfälligen Personen, Kleinkindern und Senioren empfohlen, zwischen 12 und 22 Uhr erhebliche, ungewohnte, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden. Sobald der Alarmschwellenwert überschritten wird, gilt die Warnung für die gesamte Bevölkerung.