Bashir Abdi holt in Berlin Silber auf den 10.000 Metern

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin hat der belgische Langstreckenläufer Bashir Abdi die Silbermedaille gewonnen. Abdi wurde Zweiter hinter dem Franzosen Morhad Amdouni. Im Zehnkampf musste Thomas Van der Plaetsen verletzt nach der vierten Disziplin aufgeben.

Beim ersten echten Athletikabend in Berliner Olympiastadion sorgten drei Läufer aus Belgien auf den 10.000 Metern für Aufmerksamkeit. Mit Soufiane Bouchikhi (28), Simon Debognies (22) und dem späteren Zweiten Bashir Abdi (29) war unser Land hier stark vertreten. Vor allem in der Anfangsphase war Soufiane Bouchikhi stets vorne in der Spitzengruppe vertreten.

Abdi blieb erstmal vorsichtig taktierend dahinter und übernahm drei Runden vor Schluss das Kommando in der Spitzengruppe und damit auch die Führung. Aus der Poleposition heraus ging Bashir Abdi dann in Führung, doch auf den letzten Metern zog der Franzose Morhad Amdouni noch an ihm vorbei und gewann die Goldmedaille.

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Bouchiki kam ziemlich abgekämpft noch auf den 6. Rang und der erst 22 Jahre alte Joungster Simon Debognies lief als 15. über die Ziellinie.  Silbermedaillengewinner Bashir Abdi, der als Kind als Flüchtling aus Somalia nach Gent gekommen ist, sagte danach lachend mit einem Augenzwinkern in Richtung Fußball-WM: „Schon wieder les bleues..!“ Soufiane Bouchikhi hingegen zeigte sich sehr enttäuscht: „Das ist eine der größten Enttäuschungen in meiner Karriere.“

Zehnkampf: Pech für Thomas Van der Plaetsen

Thomas Van der Plaetsen (27 - Foto unten) hat den Versuch, in Berlin seinen Titel im Zehnkampf zu verteidigen, nach vier Disziplinen abgebrochen. Im 100 m-Sprint wurde er nur Vorletzter, im Weitsprung immerhin noch 10. und im Kugelstoßen dann wieder nur 23.

Im Hochsprung kam er nur mit großer Mühe über 2,05 m um danach seine drei Versuche über 2,08 m zu vergeigen. Ein Fußproblem machte ihm bereits von Anfang an Probleme und nach dem Hochspringen gab er auf dem 17. Gesamtrang liegend auf.