Es brennt im Hafen von Antwerpen: Katastrophenplan in Kraft getreten

Im Antwerpener Hafen wütet seit Samstagmittag eine Großbrand. 5.000 Tonnen Nickelsulfid haben Feuer gefangen und die freigekommenen Dämpfe stellen eine Bedrohung für die nähere Umgebung dar. Der kommunale Katastrophenplan trat in Kraft. Die Feuerwehr hat den Brand inzwischen unter Kontrolle.  

Der Brand wütet bereits seit Samstagmorgen und hat gefährliche Dämpfe freigesetzt. Diese können zu Reizungen der Atemwege führen. "Erhöhte Werte wurden gemessen. Deshalb bitten wir die Menschen, die Rauch eingeatmet haben könnten, auf Augenreizungen oder möglichen Husten zu achten und falls nötig einen Arzt aufzusuchen", sagte die Feuerwehrsprecherin.

Aufgrund der Messungen wurde im Umkreis von 1,8 Kilometern eine Sperrzone eingerichtet, Betriebe und Schiffsmannschaften mussten evakuiert werden. Die Noorderlaan, der Zugangsweg zum Hafen wurde gesperrt. Mitarbeiter des Hafens können deshalb nicht zur Arbeit.

Die Bewohner aus angrenzenden Ortschaften wurden dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Autofahrer wurden dazu angehalten, die Belüftung auszuschalten.

Die Binnenschifffahrt und der Verkehr mussten eingeschränkt werden. Es würden ständig neue Luftmessungen durchgeführt, hieß es.

"Es stellte sich heraus, dass es ein sehr schwieriger Prozess ist, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Vergangene Nacht ist das Feuer wieder aufgeflammt", erklärte die Feuerwehrsprecherin der VRT-Nachrichtenredaktion.

"Im Moment arbeitet die Feuerwehr mit der beteiligten Firma zusammen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Es gibt aber verschiedene Brandherde, was die Löscharbeiten erschwert.“