“Schalentiere von Wellenbrechern pflücken ist Wilderei!”

In Ostende richten „Strandräuber“ offenbar große Schäden an. Dabei handelt es sich um Zeitgenossen, die in großem Umfang Muscheln und andere Schalentiere von den Wellenbrechern am Strand losbrechen und mitnehmen. Nach Ansicht des Flämischen Instituts für die See wird damit ein florierender Handel getrieben. Dies sei verboten und mit Wilderei gleichzusetzen, verlautet aus dem Institut.

Es gibt Regionen in Europa, wie z.B. die portugiesische Insel Madeira, da gelten von Wellenbrechern an den Stränden gepflückte Schalentiere als Delikatesse. Hierzulande ist das eigentlich nicht der Fall, doch in letzter Zeit werden die hiesigen Wellenbrecher, wie die am Strand von Ostende, regelrecht leergeerntet.

Laut Flämisches Institut für die See ist dies Diebstahl und mit Wilderei gleichzusetzen. Die Polizei von Ostende wird die Wellenbrecher genauer im Auge behalten und das entsprechende Verbot überwachen.

Zeugen haben bereits Personen beobachtet, die mit ganzen Eimern voll dieser Schalentiere verschwinden. Hinzu kommt noch, dass damit offenbar Handel getrieben wird. Beim See-Institut warnt man jedoch in diesem Zusammenhang auch vor möglichen gesundheitlichen Gefahren:

„Diese ‚Strandräuber‘ nehmen z.B. Napfschnecken mit. Das sind Seeschnecken. Im Prinzip sind sie essbar, doch eigentlich werden sie hier nur selten verspeist.“ Das hat durchaus seinen Grund: die Mitarbeiter des Instituts warnen davor, dass gerade hier gepflückte Napfschnecken oder Muscheln voller Bakterien sein können, was sie de facto ungenießbar macht.