Nach Messerattacke in Deutschland: Belgien liefert Tatverdächtigen aus

Der Mann, der im Verdacht steht, den Vater seiner Ex-Freundin im vergangenen Juli mit einem Messer schwer verletzt zu haben, ist von Belgien nach Deutschland ausgeliefert worden. Er war nach der Tat in Brüssel untergetaucht.

Nach einem versuchten Tötungsdelikt Mitte Juli in Plüderhausen (Rems-Murr-Kreis) ist der dringend tatverdächtige Afghane am Dienstag von den belgischen Behörden nach Deutschland ausgeliefert worden. Wie die Polizei berichtet, wurde der 20-Jährige einem Ermittlungsrichter in Aachen vorgeführt und kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart und der Kriminalpolizei Waiblingen dauern an.

Der Flüchtling steht unter dem dringenden Tatverdacht, in der Nacht zum 15. Juli in das Haus seiner deutschen Ex-Freundin in Plüderhausen eingedrungen zu sein und deren 53-jährigen Vater mit einem Messer schwer verletzt zu haben. Anschließend war der Mann geflüchtet und untergetaucht. Nach intensiver Fahndung wurde er am 30. Juli in Brüssel festgenommen.

Ex-Freundin war nicht zuhause

Die 19-jährige Tochter des Opfers hatte die Beziehung zu dem 20 Jahre alten Asylbewerber, der 2015 als minderjähriger Flüchtling nach Deutschland gekommen war, vor einigen Wochen beendet. Daraufhin soll er in der Nacht zum 15. Juli über ein Fenster in ihr Zimmer eingestiegen sein. Sie war aber nicht zuhause.

Der Vater ertappte den Eindringling. Daraufhin soll der 20-Jährige mit einem Messer mehrfach auf den 53-Jährigen eingestochen haben. Bereits am Morgen nach der Tat war der junge Asylbewerber vorläufig festgenommen worden. Mangels ausreichender Beweise kam er wieder frei. Er tauchte danach in Belgiens Hauptstadt Brüssel unter. (Quelle: Stuttgarter-Zeitung.de)