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Screening der Fluggastdaten sehr erfolgreich: Zahlreiche Festnahmen

Die Kontrolle der Fluggastdaten durch eine Spezialeinheit der belgischen Sicherheitsdienste ist erfolgreich gestartet. Dank dieser Maßnahme konnten bereits 834 verdächtige Fluggäste ausgemacht werden, teilte Innenminister Jan Jambon jetzt mit. 18 Kindesentführungen wurden dadurch verhindert, acht Drogenbarone festgenommen.

Als Maßnahme im Kampf gegen den Terror werden seit April auf Anordnung von Belgiens Innenminister Jambon an belgischen Flughäfen die Daten der Flugpassagiere verschärft kontrolliert. Ob tatsächlich schon Terrorverdächtige entdeckt werden konnten, darüber gibt es noch keine Informationen. Die Zeitungen De Tijd und L’Echo berichten am Freitag nur über „normale“ Kriminelle, die aufgrund des Screenings ausgemacht werden konnten.

Bei dem Screening werden im Normalfall vor Flugbeginn die Passagierdaten von den Fluggesellschaften an eine Spezialeinheit aus Beamten der Föderalpolizei, der Staatssicherheit, des militärischen Geheimdienstes und des Zolls übermittelt. Diese Einheit gleicht die Daten dann mit ihren Informationen über verdächtige Personen ab.

Fast 80 Festnahmen

Auf diese Weise wurden jetzt die Daten von insgesamt 4,7 Millionen Passagieren gescreent. 834 Verdächtige wurden ausgemacht. In gut 80 Fälle griffen die Sicherheitsbeamten zu.

Noch übermitteln nicht alle Fluggesellschaften ihre Kundendaten an die Spezialeinheit, der Passenger Information Unit (PUI) im Krisenzentrum des Innenministeriums . Bis Ende nächsten Jahres wird das allerdings Pflicht.

Anfang nächsten Jahres soll das Screening auf Bahngäste und Reisende mit Fernbussen ausgeweitet werden. Danach sollen schließlich auch die Daten von Schiffsreisenden aus Sicherheitsgründen kontrolliert werden. (Quelle: brf.be)