Low-Cost-Airline bringt Konkurrenz für Brussels Airlines bei USA-Flügen

Die Billig-Fluggesellschaft Primera Air wird ab Juni 2019 mit Flügen zwischen Brüssel und den US-Metropolen New York, Washington und Boston aufwarten. Damit bietet zum ersten Mal eine Fluggesellschaft direkte Low-Cost-Flüge in die USA von Brüssel aus an. Fachleute aus der Luftfahrt sind der Ansicht, dass dies gerade für die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines eine direkte Konkurrenz darstellt.

Primera Air gilt in Luftfahrtkreisen als „Ultra-Billig-Fluggesellschaft“. Schon jetzt bietet die Airline kostengünstige Verbindungen zwischen Paris oder London in Richtung USA. Ein Ticket für einen einfachen Flug kostet 149 €, was allerdings den Basispreis darstellt. Für alles muss man zuzahlen: Gepäck, Handgepäck, Catering…

Die Beinfreiheit in den Flugzeugen von Primera Air soll übrigens nicht größer als bei Ryanair sein, was, so die Kritik von Fachleuten aus der Luftfahrtbranche auf Fernflügen nicht gerade besonders komfortabel ist.

Die Airline flieg mit Maschinen vom Typ Boeing 737 (Foto oben) in die USA. Das sind Flugzeuge, die eher auf kürzeren Strecken genutzt werden. Das neue von Primera Air genutzte 737-Modell „Max 9“ allerdings kann auch Langstreckenflüge absolvieren. 

Es wird eng beiden transatlantischen USA-Flügen

Auch die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines fliegt vom Brüsseler Nationalflughafen in Zaventem aus nach Washington und New York. Nach Boston fliegt die BA aber noch nicht, auch wenn dieses Flugziel auf der Wunschliste der belgischen Fluggesellschaft steht.

Auf den transatlantischen Brüssel-USA-Verbindungen wird es mit der neuen Gesellschaft eng, denn neben Primera Air bieten z.B. auch United Airlines und Delta direkte Verbindungen von Brüssel nach New York an.  

Bisher haben die Billigflieger mit ihren transatlantischen Angeboten Brüssel auf dem direkten Weg links liegen lassen. Von hier aus steuert lediglich WOW Air nordamerikanische Ziele an, doch hier müssen die Maschinen stets in Island zwischenlanden.