Drei Tote: Blutiges Beziehungsdrama in Moresnet-Chapelle

Im ostbelgischen Moresnet-Chapelle, ein Ortsteil der Gemeinde Bleyberg in der Provinz Lüttich, sind am Mittwoch bei einer Messerstecherei in einem Restaurant drei Menschen ums Leben gekommen und drei weitere Personen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft und Bleybergs Bürgermeister Thierry Wimmer sprachen von einer Beziehungstat. 

Nach Informationen des Belgischen Rundfunks in deutscher Sprache, BRF, drang der Täter am späten Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr in das Restaurant „Le Ramier“ in der Rue de la Clinique in Moresnet-Chapelle ein und stach dort auf mehrere Menschen ein. Zwei Frauen wurden dabei tödlich verletzt. Dabei handelt es sich die Restaurantbesitzerin und deren Tochter. Beide erlagen ihren schweren Verletzungen noch am Tatort.

Der Täter wurde nach Informationen der deutschsprachigen Tageszeitung Grenzecho von einem Gast des Restaurants mit einem Schlag mit einer Glasflasche unschädlich gemacht, wobei er ums Leben kam. Genau soll dies aber nicht feststehen. Die Staatsanwaltschaft lässt an der Leiche des Täters eine Autopsie durchführen.

Offenbar handelt es sich bei dem Täter um den ehemaligen Lebensgefährten der Tochter der Restaurantbetreiber. Laut Zeugenaussagen hatte der Mann schon seit Monaten damit gedroht, der Frau etwas anzutun. Die frankophone Tageszeitung Le Soir meldete dazu, dass diese Drohungen auch bei der Polizei angezeigt wurden.

Beziehungsdrama und kein Terrorakt

Der Restaurantinhaber erlitt bei der Messerstecherei lebensgefährliche Verletzungen und wurde mit einem Hubschrauber in die Universitätsklinik nach Aachen in NRW gebracht. Zwei Gäste, die ebenfalls versucht hatten, den Täter aufzuhalten, wurden leicht verletzt. Bleyberges Bürgermeister Thierry Wimmer veröffentlichte zu diesem Drama in seiner Gemeinde via Facebook eine Mitteilung an die Bevölkerung:

„Leider ereignete sich am 22. August am Nachmittag in Moresnet-Chapelle ein Drama. Mehrere Opfer sind zu beklagen. Dieser Akt hat keinen terroristischen Hintergrund und fällt in die Privatsphäre. Der Täter wurde außer Gefecht gesetzt. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Die Ermittlungen laufen. Weitere Informationen werden von der Staatsanwaltschaft bekannt gegeben. Die lokalen Behörden sprechen der Familie und den Angehörigen der Opfer ihr aufrichtiges Beileid aus.“