Kurt Desplenter

Zeebrügge: Britische und belgische Polizei gemeinsam gegen Transmigranten und Produktfälscher

Mehrere Dutzend Polizeibeamte aus Belgien und Großbritannien beteiligen sich in diesen Tagen an einer umfassenden Kontrollaktion gegen illegale Einwanderung in Richtung britische Inseln im Hafen von Zeebrügge. Ganz nebenbei richtet sich das Augenmerk aber auch auf den Schmuggel von gefälschten Markenartikeln.

Die Briten unterstützen ihre belgischen Kollegen dabei unter anderem mit Detektoren, Scannern, Software und anderer Technik mit der Personen, die sich in Containern oder auf der Ladefläche von Lastwagen verstecken, entdeckt werden können. Dazu wird auch eine zentrale Plattform zum Datenaustausch genutzt, die beide Ländern eingerichtet haben.

Ganz nebenbei ermitteln die britischen und belgischen Polizeibeamten dabei auch gegen Banden, die gefälschte Markenware nach Großbritannien schmuggeln. Dabei werden die Beamten auch von Kollegen von Europol unterstützt, wie die  Wirtschaftszeitungen De Tijd und L’Echo dazu schreiben.

Parallel dazu bereiten die Einwanderungsbehörden Belgiens und Großbritanniens eine gemeinsame Informations- und Abschreckungskampagne zum Thema Transmigration und illegale Einwanderung auf die britischen Inseln vor.

Abschreckung

Diese Kampagne soll unter anderem an neuralgischen Orten verbreitet werden, an denen sich illegale Einwanderer und Flüchtlinge auf dem Weg nach Großbritannien aufhalten und treffen. Das sind zum Beispiel der Maximilianpark am Brüsseler Nordbahnhof und mehrere Autobahn-Rastplätze bzw. LKW-Parkings an den Autobahnen in Richtung französische und belgische Nordseeküste.

Diese belgisch-britische Kooperation geht auf eine Initiative von Belgiens Innenminister Jan Jambon und von Asyl-Staatssekretär Theo Francken (beide N-VA) zurück, die bereits seit Jahresanfang in Planung war, so L’Echo und De Tijd. Beide hatten sich damals mit der inzwischen zurückgetretenen britischen Innenministerin Amber Rudd getroffen, wobei die Aktion besprochen worden.