Jeden Tag werden zwei Kinder auf belgischen Straßen angefahren

Durchschnittlich zwei Kinder unter 14 Jahren werden pro Tag im Straßenverkehr angefahren. Nach den Statistiken des belgischen Instituts für Verkehrssicherheit, VIAS, waren alleine im vergangenen Jahr 828 Kinder Opfer von Verkehrsunfällen, bei denen sie z.B. auf dem Schulweg angefahren wurden. Sechs dieser Kinder kamen dabei ums Leben. Die Zahlen mögen dramatisch sein, doch sie sind rückläufig. 

Stef Willems vom VIAS-Institut sagte dazu: „Zwei angefahrene Kinder pro Tag sind auf jeden Fall viel zu viele, doch die Zahl ist in den vergangenen 10 Jahren um etwa ein Fünftel gesunken.“

Dass diese Zahlen in der jüngeren Vergangenheit sinken, hat vornehmlich zwei Gründe. Zum einen wurden und werden in Belgien immer mehr Tempo 30-Zonen - auch und gerade im Umfeld von Schulen und Kindergärten - eingerichtet und zum anderen haben Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen die Verkehrsteilnehmer mehr und mehr auf Kinder im Straßenverkehr aufmerksam gemacht.

„Zwei angefahrene Kinder pro Tag sind auf jeden Fall zu viel, doch die Zahl ist in den vergangenen 10 Jahren um etwa ein Fünftel gesunken.“

Stef Willems, VIAS

Insgesamt wurden letztes Jahr 4.667 Fußgänger von Fahrzeugen aller Art angefahren. 95 der Betroffenen, darunter sechs Kinder, überlebten diese Unfälle nicht. Sie starben entweder noch am Unfallort oder sie erlagen bis zu 30 Tage danach ihren schweren Verletzungen. Besonders gefährdet, so die Zahlen von VIAS, sind Kinder unter 14 Jahren und Senioren über 75 Jahre.

In den vergangenen 10 Jahren sind die Zahlen der angefahrenen Kinder im Straßenverkehr um 21 % zurückgegangen. Das beweist, dass die dagegen getroffenen Maßnahmen Erfolgreich sind. VIAS geht in seinen Statistiken übrigens nicht darauf ein, wer die Unfallverursacher dabei waren oder sind.