Vermieter müssen ab sofort Haustiere zulassen. Es sei denn, die Wohnung ist hierzu ungeeignet

Mieter, die ein Haustier aufnehmen, müssen ab nun nur noch in Ausnahmefällen mit einer Kündigung ihrer Mietwohnung rechnen. Das erklärte der flämische Tierschutzminister Ben Weyts (N-VA). In den meisten Mietverträge steht, dass es den Mietern nicht erlaubt ist, Haustiere ohne schriftliche Genehmigung des Vermieters zu halten. Aber das hat sich jetzt geändert, in Absprache mit der Interessenvertretung der Vermieter.

Die Standardverträge, die Mieter bei der Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses unterschreiben, werden daher in Zukunft etwas anders aussehen, da sich der Paragraph über Haustiere ändert.

"Wir werden den Sachverhalt umkehren", sagt Weyts. "Ab nun sind Haustiere immer erlaubt, es sei denn, die gemietete Wohnung ist für diesen Zweck nicht geeignet. Eine kleine Wohnung zum Beispiel ist für einen Schäferhund ungeeignet. Das ist auch gut für den Tierschutz.“

In den letzten Jahren hatte die bisherige Rechtslage bereits zu mehreren Klagen von Mietern geführt, die wegen Haustierhaltung aus ihren Häusern vertrieben wurden. "Jetzt bringen wir auch die Mietverträge in Einklang mit der aktuellen Rechtsprechung und sorgen dafür, dass sich Tierfreunde nicht von ihren Tieren verabschieden müssen, wenn sie mieten", fügt Weyts hinzu.

Wenn das Halten eines Haustieres trotz des geänderten Mietvertrages zu einem Streit zwischen Mieter und Vermieter führen sollte, ist es wieder Sache des Richters zu entscheiden, ob das Haustier bleiben darf oder nicht.