Polizistenmord in Spa: Polizistengewerkschaften fordern hartes Durchgreifen der Politik

Die Polizeigewerkschaften wollen die Gewalt gegen Polizisten nicht länger hinnehmen und fordern,  dass die Täter endlich härter bestraft werden. Sie reagieren auf die Schießerei an diesem Wochenende in Spa, wo ein Polizeibeamter erschossen wurde, als er nach einem Zwischenfall einige Niederländer in einem Taxi überprüfen wollte. 

Den Polizeigewerkschaften reicht es. Denn neben der Trauer um ihren 38-jährigen Kollegen, der in der Nacht zum Sonntag nach einer Schießerei gestorben ist, empfinden sie auch viel Wut. "Wir hören immer wieder schöne Worte der Unterstützung und Sympathie von unseren Politikern, aber es ist höchste Zeit, dass die Polizei endlich respektiert wird. Gewalt gegen Polizisten muss aufhören. Uns reicht es jetzt“, erklärte Carlo Medo, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft NSPV.

Er wiederholt daher seine Forderung von Ende Mai, nach der tödlichen Schießerei in Lüttich. Damals wurden zwei Polizisten von Benjamin Herman erschossen. "Wir wollen uns sehr schnell mit dem Justizminister und dem Innenminister zusammensetzen, um einige Dinge zu konkretisieren, die die Arbeit des Polizisten verbessern werden", sagt Medo. "Die Verwöhnpolitik muss ein Ende haben! Wer die Polizei angreift, muss mit harten Gegenmaßnahmen rechnen müssen. Schließlich ist es nicht hinnehmbar, dass die Polizei in der Gesellschaft nicht mehr respektiert wird.“

Höchststrafe notwendig

Konkret fordern die Gewerkschaften die Höchststrafe bei Gewalt gegen Polizisten. "Die Täter werden oft nicht streng genug bestraft. Deshalb wollen wir, dass die sie sich immer vor Gericht verantworten müssen und immer zur Höchststrafe verurteilt werden“, sagt Vincent Houssin von der Polizeigewerkschaft VSOA. "So wurde der Mörder von Polizistin Kitty Van Nieuwenhuysen vorzeitig aus der Haft entlassen wurde. Dies muss in Zukunft vermieden werden.“

Und diesmal meinen die Gewerkschaften es ernst. "Die Polizei steht mit dem Rücken zur Wand. Es wird nicht lange dauern, bis sie streikt", droht Medo. Am kommenden Freitag findet eine erste Besprechung mit dem Justizminister statt.