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Katastrophe? Meteorologen qualifizieren die Trockenheit als außergewöhnlich

Die Trockenheit, die auch das belgische Bundesland Flandern in diesem Frühjahr und Sommer heimgesucht hat, ist vom Königlichen Meteorologischen Institut (KMI) in Ukkel bei Brüssel als außergewöhnlich bezeichnet worden. Damit wäre eine der Bedingungen erfüllt, mit denen die schwer getroffene Landwirtschaft diese Trockenheit als Katastrophe qualifizieren lassen könnte. Damit verbunden wären entsprechende Entschädigungen durch die Behörden.

Zwischen dem 2. Juni und dem 6. August herrschte in allen 308 flämischen Gemeinden eine Trockenheit, die bei vielen Landwirten für enorme Schäden gesorgt hatte. Diese Trockenheit wird jetzt von den Meteorologen des KMI als außergewöhnlich qualifiziert. Damit ist eine der Bedingungen erfüllt, diese Trockenheit aus agrarischer Sicht als Katastrophe zu bewerten.

Flanderns Landwirtschaftsministerin Joke Schauvliege (CD&V) hat ihrerseits bereits damit begonnen, das Verfahren zur Anerkennung dieses Wetterphänomens als Katastrophe in Gang zu bringen: „Ich habe das KMI um eine Empfehlung gebeten. Mit dieser Anerkennung ist eine Vorbedingung für eine Bezeichnung als landwirtschaftliche Katastrophe erfüllt.“

Daneben muss allerdings auch eine finanzielle Bedingung erfüllt sein, wie die entsprechende Regelung verlangt. Das bedeutet, dass für insgesamt mindestens 1,24 Mio. € Schaden entstanden sein muss und dass pro Fall bzw. Dossier durchschnittlich 5.580 € aufgewendet werden müssen.

Im September sollen die verschiedenen mit diesem Vorgang beschäftigten Landesbehörden ihre Berechnungen und Ergebnisse vorlegen, damit das gesamte Dossier der flämischen Landesregierung übergeben werden kann. „Wenn man sieht, dass die Schäden in allen Gemeinden doch sehr hoch ist, gehe ich davon aus, dass auch diese zweite Bedingung erfüllt sein wird.“, so die Ministerin gegenüber VRT NWS.