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Flanderns Regierung macht Gelder für Rohingya-Kinder und Ebola-Opfer frei

Die flämische Landesregierung macht jeweils 150.000 € Hilfsgelder für Rohingya-Kinder in Flüchtlingslagern in Bangladesch (Foto) und für Opfer der Ebola-Seuche im Kongo frei, wie Ministerpräsident Geert Bourgois (N-VA) bekanntgab. Die Gelder werden über UNICEF bzw. über das Rote Kreuz Flandern zur Verfügung gestellt.

Die Rohingya sind eine moslemische Minderheit in Myanmar, die seit dem vergangenen Jahr systematisch aus ihrem Land vertrieben werden. Dabei kam es laut der Vereinten Nationen zu Tötungen, Verschleppungen und zu ethnischen Säuberungen. Hunderttausende Rohingya wurden vertrieben oder flüchteten ins Nachbarland Bangladesch.

UNICEF appellierte in letzter Zeit wiederholt an die Weltgemeinschaft, dass die Lebensumstände in den Flüchtlingslagern erbärmlich seien und dass vor allem Kinder darunter zu leiden haben. Ohne Bildung hätten diese Kinder keine Chance, sich eine Zukunft aufzubauen, so UNICEF.

Dieser Hilferuf stieß bei Flanderns Landeschef Bourgeois, der auch für Flanderns Außenpolitik zuständig ist, nicht auf taube Ohren. Er stellte UNICEF 150.000 € zur Verfügung, damit in den Rohingya-Lagern in Bangladesch zumindest ein Mindestmaß an Unterricht für die Kinder aufgebaut werden kann.

Bourgeois machte gleichzeitig weitere 150.000 € frei, die über das Rote Kreuz Flandern für die Bekämpfung der wieder aufgeflammten Ebola-Seuche in der Demokratischen Republik Kongo eingesetzt werden sollen. Hier arbeitet die Internationale Verband des Roten Kreuzes gerade einen Aktionsplan aus.