Bahndienstleister Infrabel sucht 1.400 neue Mitarbeiter

Der Infrastruktur-Dienstleister der belgischen Bahngesellschaft NMBS/SNCB, Infrabel, hat am Donnerstag die größte Rekrutierungskampagne seiner Geschichte lanciert. Infrabel betreibt unter anderem das vollständige Schienennetz der Bahn. In den kommenden Jahren allerdings gehen viele Mitarbeiter in Rente und müssen ersetzt werden. Dazu will Infrabel mindestens 1.400 neue Mitarbeiter einstellen und gleichzeitig soll die Frauenquote deutlich angehoben werden. 

Infrabel wird sich mit seiner Jobkampagne auf neues Terrain begeben, sprich will dort neues Personal anwerben, wo es zu finden ist. Das bedeutet, dass der Bahndienstleister selbst bei Arbeitsämtern, in Schulen und Berufsschulen und dort vorstellig werden will, wo Techniker ausgebildet werden oder schlicht und einfach wo sie zu finden sind.

Hauptsächlich werden Elektriker, Fachkräfte aus dem Bauwesen und Ingenieure aller Art gesucht. Infrabel bietet weitere Ausbildungen in eigenen Zentren an und die Möglichkeit, eine Stelle möglichst in der Nähe des eigenen Wohnortes zu finden. 

„Derzeit liegt die Quote bei 10 %. Das ist beschämend wenig. Ich will ein Fifty/Fifty-Verhältnis erreichen.“

CEO Luc Lallemand zur Frauenquote bei Infrabel

Ganz obenan bei Infrabel steht bei der Suche nach neuen Mitarbeitern das Vorhaben, deutlich mehr Frauen einstellen zu wollen. Infrabel-Geschäftsführer Luc Lallemand hat sich viel vorgenommen: „Als wir angefangen haben, arbeiteten bei Infrabel 6 % Frauen. Derzeit liegt die Quote bei 10 %. Das ist beschämend wenig. Ich will eine Fifty/Fifty-Verhältnis erreichen.“

Doch hier zeigt sich das Problem, dass die Unis, die technischen Hochschulen und die Berufsschulen in Belgien in erster Linie in technischen Bereichen Männer ausbilden und auf den Arbeitsmarkt schicken.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

CEO-Lallemand erinnert aber daran, dass Infrabel nicht nur Arbeiter, Ingenieure oder IT-Spezialisten sucht, sondern z.B. auch Personal für die Besetzung von Stellwerken oder auch Zugleitzentralen, von wo aus der Eisenbahnverkehr geregelt wird. Bis zum Jahresende sollen schon rund 600 neue Mitarbeiter angeworben werden und bis 2020 sollen alle bis dahin offenen Stellen bei Infrabel besetzt sein.