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Belgien verschärft die Regeln zur Erteilung von Studentenvisa

Ab dem neuen akademischen Jahr werden die Regelungen für Studentenvisa in unserem Land verschärft. Für die Verlängerung eines Visums werden ab sofort die Resultate, die die ausländischen Studierenden an hiesigen Hochschulen und Universitäten erzielt haben, in das Verfahren mit einbezogen. Damit soll einem Missbrauch dieser Visa vorgebeugt werden.

Im vergangenen akademischen Jahr bewilligten die belgischen Ausländerbehörden insgesamt 9.011 Visa für Studenten aus dem Ausland. 2.074 Anfragen wurden abgelehnt. Fast 2.000 Anfragen kamen von Studierenden aus Kamerun. Damit gilt dieses afrikanische Land aus das größte studentische Einwanderungsland in Belgien.

„Wir beobachten, dass Studierende aus Entwicklungsländern die befristeten Studentenvisa manchem als eine Möglichkeit ansehen, um hier definitiv einzuwandern.“, sagte Belgiens Staatssekretär für Asyl und Einwanderung, Theo Francken (N-VA) gegenüber der flämischen Tageszeitung De Morgen dazu.

Doch sehr häufig, so Francken weiter, scheitern sie nach mehreren Anläufen an ihren Studien und versuchen sich in weiteren Studienrichtungen zu beweisen, ohne jedoch ein Diplom zu erzielen.

Schon jetzt bestimmt ein Passus im belgischen Einwanderungsgesetz, dass eine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert oder sogar eingezogen werden kann, wenn ein Student seine Studien auf eine übertriebene Art und Weise in die Länge zieht oder wenn ein Student nur unzureichende Fortschritte im Studium erzielt.

Gerade der Bereich „unzureichende Fortschritte im Studium“ wurde jetzt verschärft. Dieser Fortschritt wird ab sofort auf Basis von der Zahl der erreichten Punkte im Studium beurteilt und dabei wird auch Rechnung mit einem eventuell festgelegten Studienablauf getragen.