Wilders-Besuch in Antwerpen ohne Zwischenfälle zu Ende gegangen

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders (PVV) besuchte am Sonntagmorgen auf Einladung der flämischen Rechtsradikalen Vlaams Belang die Stadt Antwerpen. Dieser Besuch, für den die belgischen Sicherheitsinstanzen die Terrorwarnstufe auf 3 angehoben hatten, verlief ohne Zwischenfälle. Wilders‘ Besuch wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

Geert Wilders besuchte Antwerpen in Rahmen des Auftakts des Kommunalwahlkampfs der flämischen Rechtsradikalen Vlaams Belang. Angesichts einer recht hohen Zahl an niederländischen Bürgern, die in der Hafenmetropole leben, schien es beiden Parteien ratsam, diese dazu zu bewegen, am 14. Oktober Vlaams Belang zu geben.

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders und der führende Antwerpener Vlaams Belang-Politiker Filip Dewinter sprachen einmal mehr von der „Bedrohung Islam“ und davon, dass die Hafenmetropole, wenn sich nichts am Zustrom von Moslems ändere, ihr Ansicht verändern würde. Dewinter rief auch die Juden in Antwerpen dazu auf, seiner Partei ihre Stimme zu geben, denn der Islam würde auch sie bedrohen.

Wilders sprach vor einer eher kleinen Zahl an Zuhörern im Garten des Antwerpener Museums für Schöne Künste und dies unter Beobachtung eines großen Polizeiaufgebots, wobei einer seine klassischen Anti-Islam-Sprüche wiederholte.

Bei der Lokalpolizei hieß es dazu, dass man sowohl sichtbar zugegen war, als auch unauffällig. Doch in den Seitenstraßen der Gegend, durch die Wilders und seine Gastgeber spazierten, standen zahllose Mannschaftswagen auch der Bundespolizei und sogar Wasserwerfer.

Die Sicherheitsbehörden hatten angesichts des zwar abgeblasenen Anti-Mohamed-Comicwettbewerbs von Geert Wilders und nach der Anhebung der Terrorwarnstufe während seines Besuchs für Antwerpen durch das staatliche belgische Koordinationszentrum für Bedrohungsanalyse (OCAD) auf Nummer sicher gehen wollen. Am Mittag reiste Wilders wieder in die Niederlande zurück.