Erik-Jan Ouwerkerk

Neue Staatsanleihe lässt die Kasse nicht klingeln

Die neue belgische Staatsanleihe („Staatsbon“) hat kaum 2,3 Millionen Euro in die Staatskasse fließen lassen. Das ist der niedrigste Betrag überhaupt. Der "Staatsbon" ist ein Finanzprodukt, mit dem sich die Staatskasse an Privatanleger richtet.

Die Tatsache, dass Privatanleger so wenig Interesse für diese Papiere zeigen, liegt an den niedrigen Zinsen. Diese betragen gerade einmal 0,65 Prozent brutto. Infolge der niedrigen Zinsen hat der Staatsbon schon seit Jahren einen schweren Stand. Trotzdem will die Schuldenagentur das Produkt weiterhin anbieten.

„Wir sind der Ansicht, dass es Sinn macht, den Staatsbon zunächst einmal weiter bestehen zu lassen. Wir könnten ihn natürlich abschaffen, aber es wäre sehr schwierig und kompliziert, ihn dann wieder einzuführen. Dahinter ist ein ganzes System belgischer Einrichtungen, also Banken, aktiv. Es ist wichtig, dass wir die Kontakte haben, so dass wir schnell reagieren können, sollten sich irgendwann bessere Möglichkeiten ergeben. Dann können wir auch über andere Beträge reden“, sagte Jean Deboutte von der Schuldenagentur im VRT-Radio am Morgen.